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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
Entstehung
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123
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XV. Grazer Monatsregeln. 123

leg yn pay hent in einander vnd Sprech: 1 ) alzo gib ichewch zamb, Hanns vnd Kathrein, in den orden der hei-ligen chanschaft in nemen got des vaters vnd sunfz vnddes heiligen geist.

Heimat: Das Stück zeigt typischen schwäbischen(in engerem Sinne) Lautstand: ai für ei neben ou für u(18; 34); dazu kommen die 2. Pers. Plur. auf -ent30; 43; 44. Der Ausdruck Swab ist in seiner Be-deutung nicht eindeutig. Vgl. E. v. Steinmeyet Ahd.Gl. II 520, 37 und L. Diefenbach Gl. lat.-germ. s. v.Almania und Suevia.

Literarisches: Nächst dem Trierer Capitulare undden ostfränk. Bruchstücken einer Uebersetzung der LexSalica ist die Schwäbische Trauformel das ältesteBeispiel deutscher Juristischer Prosa.

Erläuterungen: 5 wa, vgl. ZfdA. 34 (1890) 281.7 f. Vgl. die friesische Formel bei KvRichthofen, Frie-sische Rechtsquellen 410a: alsoe di fria Fresa mitterfrie Fresinne schulde. 12herfchepte auch 15; fcaphe20; s. Weinhold AGr. § 151 und zu Nr. XXV 281XXVII. 14 chvrichen s. Schweizer Idiotikon 6,813. Zu ic s. Nr. IX S. 77 und XXVII. 28 Liesminem (Druckfehler). 29 wol werde, vgl. zu IX 34.In späteren Hss. sehr häufig wolenden für volenden.36 muntadele = muntwalde.

XV.GRAZER MONATSREGELN.

Ueberlieferung: Hs. Nr. 287 (früher 39117 4°)der Universitätsbibliothek zu Graz Bl. Iv 7r. DieHs. zerfällt in drei Teile; 1) Bl. 1 12, von denen1 v 7r ein Kalender, 7v und 8r Zeittafeln und Ostei-berechnung, 8v die Mariensequenz von St. Lambrechl(MSD XLI) und 9rv, Wr, llr, 12v Bilde/ aus derbiblischen Geschichte enthalten. Mit Ausnahme von lrist alles von einer Hand aus dem Ende des 12.Jhdts.geschrieben. 2) Bl. 1384 Brevier des 14. Jhdts.

') Sprach die Hs.