IX. Alcuim Traktat de virtutlbu« et vitiis 71
darf er Bibliothekskatalogs: Item Liber refectionalis etfic incipit: Dominuf Jefuf (vgl. M. Manitius Cbl. f.Bibliothekswesen 20 [1908] 163/.).
Literatur: E. G. Graff Diutiska 1 (1826) 281 bis291— W. Wackernagel Lb. 1,190 f. — Ders. LG. 1* 401. — H.Rückert, Geschichte der nhd. Schriftsprache 1 (1875)126f. — W.Scherer AfdA. 1 (1876) 190 = Kl. Schriften1, 302. — W. Scher er QF. XII 78. — Ders. ZfdA. 21(1877) 414. — P. Piper Notker II S. II bis IV. — /.Kelle LG. II 81 (grundlegend) — F. Vogt, H. PaulsGrundriss II 2 184 f.
Aeusserlichkeiten des hslichen Textes: Ueber-schriften der ersten drei Absätze in Capitalis rusticarot getüpfelt, ebenso die Anfangsinitiale des Textes;von da an beides rot, aber nicht mehr ausschliesslichCapitalis (im Druck genau wiedergegeben.) WirklicheAbsätze erst vom Schluss des Kapitels 2 an.
Akzente: 35' und 63". Notkers Akzentuations-prinzip ist noch erkennbar. Vgl. unter Heimat undVerfasser.
Interpunktion: Prinzip ist, den Satz (oder einBibelzitat) mit grossem Buchstaben beginnen zu lassen.Neben dem Punkt wird wie bei Notker das Frage-zeichen verwandt.
Quellenfrage: Seit E. G. Graffs Veröffentlichunggilt Nr. IX als Uebersetzung eines Traktats de virtuti-buf des hl. Norbert (f 1134). Es handelt sich aber,wie der gründliche J. Kelle nachwies, um eine Ver-deutschung der ersten neun Kapitel des AlcuinischenDe virtutibuf et vitiif liber ad Widonem comitem (hg.Frobenius II [1777] 129f.) Dieses Werk, das selbstein Konglomerat aus Augustin, Caesarius von Ar-les und Defensor ist (vgl. M. Förster, Herrigs Archiv122, [1909] 257; 260 f.; und 129 [1912] 49) folgt imClm. 7637 auf die deutsche Uebersetzung. Wir gebendaher unten den Quellentext nach dem Clm. 7637.Graff wurde wohl durch die von einer Hand des15. Jhdts. dem tat. Alcuintext des Clm. 7637 Bl. 48vvorgeschriebenen Worte: Incipiunt Sermonef Nortpertiprefpiteri verleitet, Norbert als den Verfasser des