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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
Entstehung
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VIII. Himmel und Hölle 65

16. Auidi et femper pleni, quod habent, defiderant,non fatietaf faftidit, neque famef cruciat:inhiantef femper edunt et edentef inhiant.

17. Nouaf femper harmoniaf uox meloda concrepat,et in iubilum prolata muleent auref Organa,

digna, per quem funt uictoref, regi dant preconia.

18. Felix, c§li qug pr§fentem regem cernit animaet fub fe fpeetat alterni orbif uolui machinam:folem, lunam et globofa bini curfuf fidera.

19. Chrifte, palma bellatorum, hoc in munieipiumIntroduc me poft folutum militare cingulum,

Fac confortem donatiui beatorum ciuium.

20. Pr§be uiref inexhaufto laboranti prelioNee quietem poft procinetum denegef emerito:Teque merear potiri fine fine prgmio.

Heimat und Verfasser: Himmel und Hölle lässtman gewöhnlich In Bamberg entstanden sein. DerGrund für diese Annahme Ist wohl darin zu suchen,dass die Hs. aus dem 1310 gegründeten dortigenDominikanerkloster stammt. Da sie aber 250 Jahreälter als das Kloster Ist, so verliert das Argument anUeberzeugungkraft.SprachllchgehörtdasDenkmalnachOstfranken, könnte aber so gut wie In Bamberg, z. B.In Würzbuig oder Oehrlngen entstanden sein. Dassder Verfasser ein Mann von gelehrter Schulung war,hat wohl niemand bezweifelt.

Literarisches; Die literarische Bedeutung des Denk-mals hat zuerst W. Wackernagel erkannt und dafürden AusdruckdeutscheReimprosa"geprägt. Erglaubtein Ihm dasHauptstück einer Beichtrede" erblickenzu dürfen und wollte es von dem in der Hs. unmittel-bar vorhergehenden katechetischen Denkmal, Bam-berger Glaube und Beichte (MSD. XCI), nicht ge-trennt wissen. Schwerlich hat Wackernagel Im letzterenPunkte recht. In der Hs. Ist nach dem Amen vonMSD. XCI die Zelle freigelassen und die Anfangs-zelle von Himmel und Hölle mit roter Initiale ver-

Mlinohener Texte VIII, B. 5