VII. Geistliche Ratschläge 55
Heimat: Oberdeutschland.
Literarisches: Das Recept ist interessant wegenseiner Vermischung von Deutsch und Latein. DerZweck ist: möglichst deutlich zu werden, auch fürden des Medizinerlateins nicht vollkommen mächtigenHelfer.
VII.GEISTLICHE RATSCHLÄGE.
Ueberlieferung: Cgm 5248J4 fol. ll.Jhdt.;laut Ver-merk auf dem unteren Rande der Versoseite „gefundenam 13. May 1842 vom Vorderdeckel der Inc. s. a e -209 m Mr. 4." Es handelt sich um die aus Wesso-brunn stammende Incunabel Armanduf de Bellovifu,De declaratione difficilium terminorum v. J. 1499 (HainNr. *1793); vgl. F. Keinz ZfdA. 26 (1882) 178. DasBruchstück ist ein einzelnes Foliobl. in der Mitte querdurchgeschnitten.
Literatur: I. A. Schmeller ZfdA. 8 (1851) 1111112.— MSD. LXXXV. — F. Keinz MSB. 18691537 bis539) — P. Piper, Die Schriften Notkers III S. L und4441445. — J. Kelle, LG II. 52. — F. Vogt, Pauls Grund-riss in 184 f.
Aeusserllchkeiten des hsllchen Textes: Absätzedurch rote Majuskel gekennzeichnet und teilweise auchdurch ihr Hinausrücken über den Schriftspiegel. Zeile34 besonders grosse rote Majuskel.
Akzente: 1' und 2* ; vgl. P. Sievers PalaestraLVII33f, der hier offenbar die Signaturen nichtverstanden hat.
Interpunktion: Der Satzanfang fällt durchwegmit dem Absatz zusammen, weist also rote Majuskelauf; der Satzschluss wird fast durchweg mit • ; be-zeichnet, aber auch durch Punkt. Sonst dient derPunkt zur Kenntlichmachung kleinerer syntaktischerEinschnitte.
Quellenfrage: Die Endquellen für VII 1—32 warenGregors des Grossen in Ezechielem liber II homi-lia III 21 (= MSL. 76, 969 Cf.) und Praefatio zum