keinen Appetit heute." „Sie waren nett bezecht gestern.Hören Sie, Papa Camusot, vor allem: Männer, die trinken,kann ich nicht leiden..." „Du mußt dem jungen Mannein Geschenk machen," sagte der Kaufmann. „Ach ja," ichzahle sie lieber auf die Weise, als daß ich es wie Florinemache. Gehen wir, gehen Sie nur, schlechter Mensch, oderschenken Sie mir einen Wagen, damit ich nicht so vielZeit verliere." „Sie sollen ihn morgen haben, wenn Siemit Ihrem Direktor im Rocher de Cancale dinieren. Mangibt am Sonntag das neue Stück nicht." „Kommen Sie,ich gehe essen," sagte Coralie und führte Camusot fort.
Eine Stunde später wurde Lucien von Berenice befreit.Berenice war eine Jugendgefährtin Coralies und ein Ge-schöpf, das so schlau und so verschmitzt war, wie ihrKörper umfangreich.
„Bleiben Sie hier. Coralie wird allein zurückkommen.Sie will sogar Camusot den Laufpaß geben, wenn er Siestört," sagte Berenice zu Lucien; „aber, liebes Kind ihresHerzens, Sie sind zu gut, um sie zu ruinieren. Sie hat esm ir gesagt, sie ist entschlossen, alles aufzugeben, aus diesemParadies fortzugehen und mit Ihnen in Ihrer Mansarde zuleben. 0, die Eifersüchtigen, die Neidischen haben ihrschon gesagt, daß Sie keinen Heller haben, daß Sie imQuartier latin wohnen! Ich würde euch folgen, wissen Sie,ich würde euch den Haushalt führen. Aber ich habe dasarme Kind getröstet. Nicht wahr, lieber Herr, Sie sind zugescheit, um solchen Unsinn zu machen? Ach, Sic werdenschon sehen, daß der andere, der plumpe Kerl, nur denLeib hat, und daß Sie der Geliebte, der Gott sind, demdan die Seele gibt. Wenn Sie wüßten, wie meine Coraliereizend ist, wenn ich ihr die Rollen überhöre! Ein Herzens-kind, was! Sie hat wohl verdient, daß Gott ihr einen seinerEngel schickte, sie war des Lebens überdrüssig. Sie istbei ihrer Mutter so unglücklich gewesen, die sie geschlagen
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