Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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einmal probiere. Vergessen Sie nicht, sie heute abendin mein Ankleidezimmer zu bringen."Was! . . . IhreStiefel? ..." sagte Camusot, der schon leichter atmete.Ja, was denken Sie denn?" fragte sie hochmütig.AltesSchaf, scheint er nicht zu meinen? ... 0 gewiß, meinter das," sagte sie zu Berenice.Ich habe in dem Stückvon Dingsda eine Männerrolle und ich habe mich noch nieals Mann angezogen. Der Theaterschuhmacher hat mir dieStiefel da gebracht, ich soll mich darin im Gehen üben, bisich das Paar bekomme, zu dem er mir Maß genommen hat;er hat sie mir angezogen, aber ich habe solche Schmerzengehabt, daß ich sie auszog, und doch muß ich sie wiederanziehen."Ziehen Sie sie nicht an, wenn sie Sie drücken,"sagte Camusot, den die Stiefel so gedrückt hatten.Dasist auch wahr," sagte Berenice;wozu soll sich das Fräu-lein so quälen wie vorhin; sie hat geweint, Herr Camusot!und wenn ich ein Mann wäre, dürfte eine Frau, die ichliebe, nie weinen! Es wäre besser, wenn sie welche ausfeinem Saffianleder trüge. Aber die Direktion ist so filzig!Sie sollten ihr welche bestellen ..."Ja, gewiß," sagteder Kaufmann.Sie gehen?" fragte er Coralie.ImAugenblick; ich bin erst um sechs Uhr zurückgekommen,nachdem ich Sie überall gesucht habe; ich habe um Ihret-willen sieben Stunden lang meine Droschke behalten. Sokümmern Sie sich um mich! Sie vergessen mich für dieWeinflaschen. Ich habe mich in acht nehmen müssen,wo ich jetzt jeden Abend, solange der Alkalde Geld ein-bringt, spielen muß. Nach dem Artikel des jungen Mannesdarf ich nicht schlecht spielen."Ein hübscher Burscheist er," sagte Camusot.Finden Sie? Ich liebe diese ArtMänner nicht, sie sehen einem Weib zu ähnlich; und dieSorte kann nicht so heben, wie so 'n alter dummer Kauf-mann. Ihr macht uns so schmachtend!"Bleibt der Herrzum Essen hier?" fragte Berenice.Nein, ich habe gar

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