im Glanz der Kerzen, duroh den Rauch der Gerichte undden Nebel der Trunkenheit hindurch näher angesehen, undsie schien ihm himmlisch, die Liebe machte sie so überausschön! Dieses Mädchen war überdies die schönste Schau-spielerin von Paris. Sein Zirkel, jene hohe Versammlungder edelsten Intelligenz, mußte unter einer so starken, sovölligen Versuchung erliegen. Die spezifische Schriftsteller-eitelkeit war bei Luden von Kennern gekitzelt worden, erwar von seinen künftigen Rivalen gelobt worden. Der Er-folg seines Artikels und die Eroberung Coralies waren zweiTriumphe, die auch einem weniger jungen Menschen denKopf verdreht hätten. Während dieser Debatte hatten alleüberaus gut gegessen und hervorragend viel getrunken.Lousteau, Camusots Nachbar, goß ihm zwei- oder dreimalKirschwasser in seinen Wein, ohne daß jemand daraufachtete, und reizte seine Eigenliebe, um ihn zum Trinkenzu bringen. Dieses Manöver gelang so gut, daß der Kauf-mann es nicht bemerkte, er hielt sich in seiner Art fürebenso witzig wie die Journalisten. Die bittern Spaße be-gannen in dem Augenblick, wo die Leckereien des Nach-tisches und die Weine auf den Tisch kamen. Der Diplomatmachte als Mann von viel Geist in dem Augenblick, woer merkte, daß jetzt die Torheiten laut zu werden anfingen,die bei diesen geistvollen Männern die grotesken Szenenankündigton, die gewöhnlich den Abschluß solcher Orgienbilden, dem Herzog xmä der Tänzerin ein Zeichen, undalle drei verschwanden. Sowie Camusot sinnlos betrunkenwar, flohen Coralie und Lucien, die sich während desganzen Soupers wie ein Liebespaar von fünfzehn Jahrenbenommen hatten, die Treppe hinunter und fuhren miteiner Droschke davon. Da Camusot unter dem Tisch lag,glaubte Matifat, er wäre mit der Schauspielerin verschwun-den; er überließ seine Gäste ihrem Rauchen, Lachen,Trinken, Streiten und folgte Florine, als sie schlafen ging.
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