bordeile ein, die man Zeitung nennt, dort vergeudet erseine schönsten Ideen, dort dörrt er sein Hirn aus, dort be-fleckt er seine Seele, dort begeht er die anonymen Nieder-trächtigkeiten, die im Gedankenkrieg an die Stelle derFeldzugspläne, Plünderungen, Brandstiftungen, Hinterhalteim Krieg der Kondottieri getreten sind. Wenn er, wie tau-send andere, ein schönes Talent zum Nutzen der Aktio-näre vergeudet hat, dann lassen ihn diese GifthändlerHungers sterben, wenn er Durst hat, und vor Durststerben, wenn er Hunger hat." „Danke," sagte Finot.,,Aber, mein Gott," sagte Claude Vignon, „ich wußte das,ich bin im Bagno, und die Ankunft eines neuen Sträflingsmacht mir Vergnügen. Wir, Blondet und ich, haben mehrGeist als die und die Herren, die mit unserm Talent speku-lieren, und wir werden trotzdem immer von ihnen aus-gebeutet werden. Wir haben unter unserm Verstand einHerz, die brutalen Eigenschaften des Ausbeuters fehlenuns. Wir sind faul, ergeben uns der Betrachtung, demSinnen, der Kritik; man wird unser Hirn austrinken unduns schlechtes Benehmen vorwerfen!" „Ich dachte, Ihrwürdet lustiger sein," rief Florine. „Florine hat recht,"sagte Blondet; „überlassen wir die Heilung der öffentlichenKrankheiten den Kurpfuschern, die dazu da sind, denStaatsmännern. Wie Charlet sagt: ,Ich soll auf dem Wein-berg ausspucken? Niemals!'" „Wißt Ihr, wie Vignon mirvorkommt?" sagte Lousteau, indem er auf Lucien wies.„Wie eine der Huren aus derRue duPelican, die zu einemGymnasiasten sagte: ,Geh, Kleiner, so ein junges Bürsch-chen sollte noch nicht hierher kommen.' "
Dieser Einfall brachte, alle zum Lachen, aber Coraliegefiel er besonders. Die Kaufleute hörten zu und vergaßendas Essen und Trinken nicht.
„Was ist das für eine Nation, in der man so viel Gutesund so viel Schlimmes findet!" sagte der Minister zum
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