vorausgesetzt, daß Sie ihnen wirklich Aufklärung bringen,eine höhere Bildung erlangen und die Machtstellung desIndividuums beeinträchtigen werden; daß Sie dadurch,daß Sie in den untern Klassen das Denken aussäen, dieRevolution ernten werden, und daß Sie ihre ersten Opfersein werden. Was zerbricht man in Paris, wenn es einenAufstand gibt?" „Die Laternen," sagte Nathan; „aberwir sind zu bescheiden, um Angst zu haben, wir werdennur Sprünge bekommen." „Sie sind ein geistig zu hoch-stehendes Volk, als daß Sie irgendeiner Regierung er-laubten, am Ruder zu bleiben," sagte der Minister. „Wenndas nicht wäre, würden Sic mit Ihren Federn die Erobe-rung Europas Wiederbeginnen, das Ihr Degen nicht be-haupten konnte." „Die Zeitungen sind ein Übel," sagteClaude Vignon. „Man könnte sich dieses Übels bedienen,aber die Regierung will es bekämpfen. Es kommt alsosicher zum Kampf. Wer wird unterliegen? Das ist dieFrage." „Die Regierung!" sagte Blondet, „ich höre nichtauf, es zu sagen. In Frankreich ist der Geist stärker alsalles, und die Zeitungen haben außer dem Geist allertalentvollen Menschen noch dazu die Heuchelei Tartüffes."„Blondet, Blondet," sagte Finot, „du gehst zu weit! Essind Abonnenten hier." „Du bist Besitzer einer dieser Gift-buden, du mußt Angst haben; aber ich pfeife auf all euereAnstalten, obwohl ich davon lebe!" „Blondet hat recht,"sagte Claude Vignon. „Die Zeitung, die ein Heiligtumhätte sein sollen, ist ein Mittel für die Parteien geworden,aus einem Mittel ist sie ein Geschäft geworden; und wiealle Geschäftsunternehmungen ist sie ohne Treu und ohneEhrlichkeit. Jede Zeitung ist, wie es Blondet sagt, eineBude, in der man dem Publikum Worte von der Farbeverkauft, die sie haben will. Gäbe es eine Zeitung fürBucklige, dann bewiese sie morgens und abends die Schön-heit, Güte und Notwendigkeit der Buckligen. Eine Zeitung
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