noch, nicht von dem Schrecken erholt, den mir der kleine.Kerl mit der Papiermütze auf dem Kopf eingeflößt hat,der mit zehn Jahren die Überlegung eines alten Diplo-maten besitzt. Ich muß sagen, ich habe heute abend denEindruck, daß ich mit Löwen und Panthern zu Nachtspeise, die mir die Ehre erweisen, ihre Tatzen mit Samtzu bekleiden." „Es ist sicher," sagte Blondet, „daß wirimstande sind, ganz Europa zu sagen und zu beweisen,daß Eure Exzellenz heute abend eine Schlange ausgespienhaben, daß Sie beinahe Fräulein Tullia, die hübscheste un-serer Tänzerinnen, von ihr beißen ließen, und wir könnten,daran anschließend, Kommentare über Eva, die Bibel,die Erbsünde und die Todsünde folgen lassen. Aber beruhi-gen Sie sich, Sie sind unser Gast." „Das wäre drollig,"sagte Finot. „Wir könnten wissenschaftliche Abhand-lungen über alle Schlangen drucken lassen, die man immenschlichen Herzen und im menschlichen Körper bis aufdas diplomatische Korps findet," sagte Lousteau. „Wirkönnten irgendeine Schlange in dieser Flasche Kirsch-wasser finden," sagte Vernou. „Sie würden es schließlichselbst glauben," sagte Vignon zu dem Diplomaten. „MeineHerren, erwecken Sie nicht Ihre schlummernden Klauen!"rief der Herzog von Khetore. „Der Einfluß, die Machtder Zeitung ist erst im Beginn," sagte Finot; „der Journa-lismus ist in seiner Kindheit, er wird wachsen. Binnenzehn Jahren wird alles der öffentlichen Meinung unter-worfen sein. Der Gedanke wird alles beleuchten, er wird..."»Alles beflecken," unterbrach Blondet. „Das ist ein Wort!"sagte Claude Vignon. „Er wird Könige machen," sagteLousteau. „Er wird die Monarchien auflösen," sagte derDiplomat. „Zugegeben," sagte Blondet, „wenn es keinePresse gäbe, brauchte man sie nicht erfinden; aber sie istda, und wir leben davon." „Sie werden daran sterben,"sagte der Diplomat. „Sehen Sie nicht, daß die Massen,
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