Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
381
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geregtes Parterre ist vor Vergnügen beinahe umgekommen.Die Beine der beiden Mädchen schienen witziger zu seinals der Verfasser. Trotzdem fand man, als die beidenRivalinnen weg waren, den Dialog geistvoll, was die Vor-trefflichkeit des Stücks zur Genüge beweist. Der Verfasserwurde inmitten eines Beifallsturms genannt, der den Er-bauer des Saals unruhig machte; aber der Verfasser, deran die heftigen Bewegungen des trunkenen Vesuvs, derunter dem Kronleuchter brodelt, gewohnt ist, zitterte nicht:es ist Herr von Cursy. Die beiden Schauspielerinnen habenden berühmten Bolero von Sevilla getanzt, der ehemalsvor den ehrwürdigen Vätern des Konzils Gnade gefundenhat, und den die Zensur trotz der gefährlichen Keckheitder Stellungen erlaubt hat. Dieser Bolero allein ist genug,um alle alten Herren anzuziehen, die nicht wissen, was siemit dem Rest Liebe, der ihnen geblieben ist, machen sollen,und ich bin mitleidsvoll genug, ihnen zu raten, ihr Opern-glas gut zu putzen."

Während Lucien diese Seite schrieb, die im Journalismusdurch ihre neue und originelle Manier Epoche machte,schrieb Lousteau ein Artikelchen, betitelt ,Der Exgeck',der folgendermaßen begann:

„Der Geck der Kaiserzeit ist immer ein langer, magerer,wohlkonservierter Mann, der ein Korsett trägt und dasKreuz der Ehrenlegion hat. Er heißt so ähnlich wie Po-telet, und um in die heutige Aristokratie zu passen, hatsich der kaiserliche Baron von sich aus ein ,du' verehrt:er ist du Potelet, auf die Gefahr hin, im Falle der Revolu-tion wieder schlichter Potelet zu werden. Da er übrigenswie sein Name ein Mann aus zwei Teilen ist, macht erim Faubourg Saint - Germain den Hof, nachdem er derruhmreiche, nützliche und angenehme Schleppenträger derSchwester eines Mannes gewesen ist, den die Scham michzu nennen verbindert. Wenn du Potelet seinen Dienst bei

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