Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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drehen. Die Intrige verwickelte sich von neuem, und ichhabe sie sich verwickeln lassen, denn diese beiden Frauen,die eifersüchtige Florine und die glückliche Coralie, habenmich von neuem in die Falten ihrer Baskine, ihrer Mantillegewickelt und haben mir ihre kleinen Füße ins Auge ge-stoßen.

Ich konnte den dritten Akt erreichen, ohne ein Un-glück anzurichten, ohne das Einschreiten des Polizei-kommissars nötig gemacht oder die Zuschauer in Aufruhrgebracht zu haben, und ich glaube von jetzt an an dieMacht der öffentlichen und religiösen Moral, mit der mansich in der Deputiertenkammer so viel beschäftigt, daßman glauben sollte, es gäbe keine Moral mehr in Frank-reich. Ich habe so viel verstanden, daß es sich um einenMann handelt, der zwei Frauen liebt, ohne wiedergeliebtzu werden, oder der von ihnen geliebt wird, ohne sie zulieben, der die Alkalden nicht liebt oder den sie nichtlieben; der aber, so viel ist sicher, ein wackerer Herr ist,der irgend jemanden liebt, sich selbst oder im schlimmstenFall Gott, denn er wird Mönch. Wer mehr davon wissenwill, gehe ins Panorama Dramatique. Man weiß jetzt zurGenüge, daß man ein erstes Mal hingehen muß, um sichan diesen sieghaften roten Strümpfen mit grünen Zwickeln,an diesem vielversprechenden kleinen Fuß, an diesenAugen, aus denen ein Sonnenstrahl hervorbricht, an allden feinen Dingen dieser als Andalusierin verkleidete)!Pariserin und der als Pariserin verkleideten Andalusierinzu weiden; und dann ein zweites Mal, um das Stück zugenießen, das durch die Gestalt des alten Mannes zumTotlachen und durch die Gestalt des verliebten Senorszum Weinen ist. Das Stück hat auf beiderlei Art Erfolggehabt. Der Verfasser, der, wie man sagt, einen unserergroßen Dichter zum Mitarbeiter hat, durfte, in jeder Handein verliebtes Mädchen, für den Erfolg danken: sein auf-

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