Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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war geschmackvoll. Matifat hatte alles von Grindot, einemjungen Architekten, der ihm ein Haus baute, einrichtenlassen, und dieser kannte die Bestimmung der Wohnungund hatte sich besondere Mühe damit gegeben. Doch be-rührte Matifat, der immer Kaufmann blieb, die geringstenKleinigkeiten nur mit großer Vorsicht, er schien immer dieZiffer der Rechnungen vor sich zu haben, und betrachtetediese Herrlichkeiten wie Kleinode, die man unvorsichtiger-weise aus dem Schmuckkästchen genommen hat.

,Ich werde doch genötigt sein, das auch für Florentinezu tun,' diesen Gedanken las man in den Augen des altenCardot.

Lucien begriff jetzt mit einem Male, warum der Zustandder Kammer, iu der Lousteau wohnte, den Journalistennicht viel kümmerte. Er war der heimliche König dieserHerrlichkeiten und freute sich an all den schönen Dingen.So benahm er sich denn auch, als er vor dem Kaminstand und mit dem Direktor plauderte, der du Bruelgratuliert hatte, als ob er der Hausherr wäre.

„Manuskript! Manuskript!" rief Finot, der hereintrat.,,Es ist nichts im Redaktionskasten. Die Setzer habenmeinen Artikel und werden bald damit fertig sein." „Wirwerden welches haben," sagte Etienne. „Wir finden inFlorinens Boudoir einen Tisch und Feuer. Wenn Herr Ma-tifat uns Papier und Tinte verschaffen will, schreiben wirdas Blatt, während Florine und Coralie sich umkleiden."

Cardot, Camusot und Matifat gingen eilends fort, umFedern, Federmesser und alles, was die beiden Schrift-steller brauchten, zu holen. In diesem Augenblick stürzteeine der hübschesten Tänzerinnen der Zeit, Tullia, in denSalon.

„Liebes Kind," sagte sie zu Finot, „man bewilligt dirdeine zehn Abonnements, sie kosten die Direktion nichts,sie sind schon untergebracht, beim Chor, dem Orchester

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