„Nun, kommst du, Kleiner?" sagte Lousteau von derBühne herunter. „Spring von der Loge hierher."
Mit einem Satz war Luoien. auf der Bühne. Kaum er-kannte er Florine und Coralie, die sich umgekleidet hattenund in ihre Mäntel und grobe Decken gehüllt waren. Aufdem Kopf trugen sie Hüte mit schwarzen Schleiern, undihre ganze Erscheinung erinnerte an Schmetterlinge, diein ihre Larven zurückgekehrt waren.
„Wollen Sic mir die Ehre erweisen, mir Ihren Arm zugeben?" sagte Coralie zitternd zu ihm. „Gern," sagteLucien, der das Herz der Schauspielerin wie das einesVogels, den man in die Hand nimmt, gegen das seineschlagen spürte.
Die Schauspielerin drückte sich eng an den Dichter, undtat es mit der Wollust einer Katze, die sich weich undwarm am Bein ihres Herrn reibt.
„Wir werden also jetzt zusammen soupieren," sagte siezu ihm.
Alle vier verließen das Theater und sahen an der Hinter-tür, die für die Schauspieler bestimmt war und auf dieRue des Fosses-du-Temple hinausging, zwei Droschkenstehen. Coralie ließ Lucien in den Wagen steigen, in demsich bereits Camusot und sein Schwiegervater, der alteCardot, befanden. Sie bot du Bruel ebenfalls einen Platzan. Der Direktor fuhr mit Elorine, Matifat und Lousteau.
„Infame Droschken sind das!" sagte Coralie. „Warumhaben Sie keine Equipage?" erwiderte du Bruel. „Warum?"rief sie schlechtgelaunt. „Ich will es nicht vor Herrn Cardotsagen, der ohne Zweifel seinen Schwiegersohn erzogen hat.Würden Sie es glauben, daß dieser kleine alte Kerl, HerrCardot, Florentine nur fünfhundert Franken im Monatgibt, gerade genug, um ihre Miete, ihr bißchen Essen undihre Überschuhe zu bezahlen! Der alte Marquis von Roche-gude, der ein Jahreseinkommen von seehsmalhunderl'-
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