Lousteau; „ich wundere mich nicht mehr, daß er Wer ist."„Coralie! Coralie!" rief das Parterre, das sich erhoben hatte.Aus der Loge, in der sich die beiden Kaufleute befanden,kam eine Donnerstimme, die rief: „Und Florine!" „Florineund Coralie!" wiederholten nunmehr etliche Stimmen.
Der Vorhang ging in die Höhe, Vignol kam mit "denbeiden Schauspielerinnen herein, denen Matifat und Ca-musot jeder einen Kranz zuwarfen; Coralie hob ihren aufund reichte ihn Lucien. Für Lucien waren diese beidenStunden im Theater wie ein Traum. Die Kulissen hatten,*o abscheulich sie aussahen, das Werk der Bezauberungbegonnen. Der unschuldige Dichter hatte dort die Luftder Unordnung und der Wollust geatmet. In diesenschmutzigen Gängen, die mit Apparaten und Maschinenvoll standen und in denen ölstarrende Lampen blakten,herrscht eine Art Pest, die die Seele verzehrt. Das Lebenist dort nicht mehr keilig und nicht mehr wirklich. Manlacht dort über alles Ernsthafte und das Unmöglichescheint wahr. Das alles war für Lucien wie ein narko-tisches Gift, und Coralie tauchte ihn vollends in einetrunkene Luft. Der Kronleuchter erlosch. Es waren nurnoch die Logenschließerinnen im Saal, die die kleinenBänke forträumten und die Logen schlössen und damitein eigentümliches Geräusch machten. Die Rampe, derenLichter zugleich wie eine einzige Kerze ausgingen, ver-breitete einen entsetzlichen Geruch. Der Vorhang gingwieder hock. Eine Laterne kam vom Scknürboden kerab.Die Feuerwekrleute begannen mit den diensthabendenAngestellten ihre Runde. Auf die feenhafte Szene, aufdas Bild der Logen, die mit schönen Frauen gefüllt waren,auf die blendenden Lichter, auf die glänzende Magie derneuen Dekorationen und Kostüme folgten die Kälte, dasDunkel, die gähnende Leere. Es war häßlich. Lucienstand in einem unsagbaren Staunen.
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