Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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In dem Augenblick, wo Lousteau die Logentür öffnete,traten der Direktor und du Bruel ein.

„Werter Herr," sagte der Verfasser des Stücks zu Lucien,„gestatten Sie mir, daß ick in Ikrern Namen Coralie sage,Sie würden nach dem Souper mit ihr kommen, mein Stückfällt sonst durck. Das arme Mädchen weiß nicht mehr,was sie sagt und was sie tut: sie weint, wenn sie lachensoll, und sie lacht, wenn sie weinen müßte. Man hat schongezischt. Sie können das Stück noch retten. Übrigensist das Vergnügen, das Sie erwartet, ja kein Unglück."„Werter Herr, ich habe nicht die Gewohnheit, Neben-buhler zu haben," antwortete Lucien. „Um Gottes willen,berichten Sie ihr diese Worte nicht," rief der Direktor, zudem Schriftsteller gewandt, „Coralie ist imstande, Camusotzum Fenster hinauszuwerfen und sich ganz und gar zu-grunde zu richten. Dieser wackere, steinreiche Seiden-händler gibt Coralie zweitausend Franken im Monat undzahlt alle ihre Kostüme und ihre Claqueure." „Da IhrVersprechen mich zu nichts verpflichtet, retten Sie IhrStück," sagte Lucien mit der Miene eines Paschas. „AberSie dürfen nicht ein Gesicht machen, als ob Sie das rei-zende Mädchen von sich wiesen," sagte du Bruel im Toneines Bittstellers. „Schön, ich soll den Artikel über IhrStück schreiben und soll zu Ihrer Premiere ein freund-liches Gesicht machen. Sei es so!" rief der Dichter.

Der Autor ging. Vorher aber hatte er noch Coralie einZeichen gegeben, die von dem Augenblick an wundervollspielte. Vignol, der die Rolle eines alten Alkalden über-nommen hatte, in der er zum erstenmal sein Talent, Altezu spielen, enthüllte, konnte inmitten donnernden Beifallsverkünden:

„Meine Herren, das Stück, das wir die Ehre hatten, vorIhnen zu spielen, ist von den Herren Raoul und de Cursyverfaßt." „Sieh mal an, Nathan hat mitgearbeitet," sagte

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