Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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ktiefelwichshändler, der schon wieder fort ist! Nicht jedetat wie Florine und Coralie Millionäre, die sich bei sichz n Hause langweilen: die sind glücklich!" „Du versäumstdein Stichwort, Florville," rief Lousteau, „die Wichse deinerFreundin steigt dir in den Kopf." „Wenn du Erfolg habenwillst," sagte Nathan zu ihr, „dann darfst du nicht wie eineJ-Hirie schreien: ,Br ist gerettet!'; du mußt vielmehr ganzschlicht hereinkommen, bis an die Kampe treten und dannmit so 'ner gewissen Bruststimme sagen: ,Er ist gerettet',Wie die Pasta ihr ,0 Patria!' im Tancred sagt. — Gehdoch!" rief er ihr zu und stieß sie vorwärts. „Zu spät,s »e versäumt ihr Stichwort," sagte Vernou. „Was hatSle gemacht? Das Publikum klatscht aus Leibeskräften,"Sa gte Lousteau. „Sie hat sich auf die Knie geworfen unddabei ihren Busen sehen lassen," sagte die Witwe desWichsfabrikanten, „das ist ihr großes Hilfsmittel." „DerDirektor gibt uns seine Loge, du findest mich da wieder,"sagte Pinot zu Etienne.

Lousteau führte nunmehr Lucien hinter dem Theaterdurch das Labyrinth der Kulissen, der Korridore und dertreppen bis in den dritten Stock in ein kleines Zimmer.■Nathan und Felieien Vernou hatten sich ihnen ange-schlossen.

>,Guten Abend! meine Herren," sagte Florine. — „MeinLieber," sagte sie und wandte sich zu einem stämmigenkleinen Mann, der sich in einen Winkel drückte, „dieseHerren gebieten über mein Schicksal, meine Zukunft istHi ihren Händen; aber ich hoffe, wenn Herr Lousteaunichts vergessen hat, sind sie morgen früh unter unserm-Tisch ..." „Vor allen Dingen: Sie werden Blondet vonden ,Debats' haben," sagte Etienne zu ihr, „den richtigenBlondet, Blondet in Person, kurz Blondet!" „0 mein süßerLousteau, ich muß dich umarmen," sagte sie und fiel ihmum den Hals.

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