Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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der einmal berühmt wird. Da Sie beim Souper zusammensein sollen, Herr Nathan, stelle ich Ihnen Herrn Lucienvon Rubempre vor." „Sie haben einen schönen Namen,sagte Raoul zu Lucien. „Lucien! Herr Raoul Nathan,sagte Etienne zu seinem neuen Freund. „Meiner Treu!Herr Nathan, ich habe vor zwei Tagen Ihr Buch gelesen,und ich begreife nicht, wenn man dieses Ihr Buch undIhre Gedichtsammlung geschrieben hat, daß Sie so er-geben gegen einen Journalisten sind." „Wir wollen Ihrerstes Buch abwarten," antwortete Nathan und lächelte.„Seht, seht! Die Ultras und die Liberalen reichen sichalso die Hand?" rief Vernou, als er dieses Trio stehen sab.„Am Vormittag habe ich die Meinungen meines Blattes;aber am Abend denke ich, was ich will: bei Nacht sindalle Journalisten grau." „Etienne," sagte Felicien zuLousteau, „Finot ist mit mir gekommen, er sucht dich-Und ... da ist er schon." „Wetter noch mal! Gibt eswirklich keinen Platz?" fragte Finot. „Sie haben immereinen in unsern Herzen," sagte die Schauspielerin zu ihmund lächelte ihn holdselig an. „Sieh da! die kleine Flor-ville, du bist also schon von deiner Liebe kuriert. Eshieß, du seiest von einem russischen Fürsten entführtworden." „Entführt man die Frauen heutzutage?" er-widerte Florville, die die Schauspielerin war, die eben,Halt, Unglücklicher!' gerufen hatte. „Wir sind zehnTage in Saint-Mande geblieben, mein Fürst hat dafür derDirektion eine Entschädigung bezahlt. Der Direktor",fuhr Florville lachend fort, „kann Gott bitten, es sollenviele russische Fürsten kommen, ihre Entschädigungs-summen füllten ihm ohne Ausgaben die Kasse." „Unddu, Kleine," sagte Finot zu einer hübschen Bäurin, dieihnen zuhörte, „wo hast du denn die Diamanten ge-stohlen, die du in den Ohren hast? Hast du einen in-dischen Fürsten geangelt?" „Nein, aber einen englischen

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