zwischen dem System der geduldig ertragenen Armut, dassein Zirkel predigte, und der Lehre des Kampfes, dieLousteau ihm auseinandersetzte, schwankte. Daher bliebder Dichter von Angouleme bis zum Boulevard du Temple.schweigsam.
Das Panorama Dramatique, das heute nicht mehr steht,war ein reizendes Theater, das gegenüber der Rue Charlotauf dem Boulevard du Temple gelegen war. Zwei Direk-tionen gingen darin zugrunde, ohne einen einzigen Erfolgzu erlangen, obwohl Vignol, einer von den Schauspielern,die sich in die Erbschaft Potiers geteilt haben, und ebensoFlorine, die fünf Jahre später eine so berühmte Schauspie-lerin wurde, dort zuerst aufgetreten sind. Die Theater sindwie die Menschen dem Schicksal unterworfen. Das Pano-rama Dramatique mußte die Konkurrenz mit dem Ambigu,der Gaiete, der Porte-Saint-Martin und den Vaudeville-theatern aufnehmen; gegen deren Manöver, die Ein-schränkungen seiner Konzession und den Mangel an gutenStücken, konnte es sich nicht halten. Die dramatischenSchriftsteller wollten nicht um eines Theaters willen,dessen Aussichten zweifelhaft waren, mit den bestehendenTheatern brechen. Indessen rechnete die Direktion aufdas neue Stück, eine Art komischen Melodramas, das einjunger Dramatiker namens du Bruel, der früher mit ver-schiedenen berühmten Männern zusammengearbeitet hatte,wie er sagte, diesmal allein verfaßt hatte. Dieses Stückwar für das erste Auftreten Florines verfaßt, die bis dahinStatistin in der Gaiete gewesen war und seit einem Jahrkleine Rollen gespielt hatte, in denen sie auffiel, ohnees jedoch zu erreichen, daß sie als Schauspielerin enga-giert wurde, so daß das Panorama sie der Konkurrentinweggenommen hatte. Coralie, eine andere Schauspielerin,sollte ebenfalls in dem Stück zum erstenmal auftreten.Als die beiden Freunde angelangt waren, war Lucien
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