Wert verlor, als er hörte, welche Summe Dauriat für dieArtikel in den ,Debats ! gezahlt hatte. „Das kümmert michnicht," antwortete Dauriat und schleuderte dem schönenLucien, der ihn freundlich ansah, einen tödlichen Blick zu.,,Ich gebe ein Buch nicht zu meinem Vergnügen heraus,ich will nicht zweitausend Franken riskieren, um zwei-tausend zu gewinnen; ich will in der Literatur spekulieren:ich veröffentliche vierzig Bände in zehntausend Exem-plaren, wie es Panckoucke und die Beaudouin machen.Meine Macht und die Artikel, die ich mir verschaffe,bringen ein Geschäft von hunderttausend Talern in der-selben Zeit zustande, die man dazu braucht, einen Bandtur zweitausend Franken zu verkaufen. Es macht eben-soviel Arbeit, einen neuen Namen, einen Autor und seinßueh durchzudrücken, als solche Sammelwerke wie ,DasTheater des Auslands', ,Siege und Eroberungen' oderc " e ,Memoiren über die Revolution' herauszugeben, dieein Vermögen bedeuten. Ich bin nicht da, um das Sprung-brett künftiger Berühmtheiten zu sein, sondern um Geldz u verdienen und den berühmten Männern davon ab-zugeben. Das Manuskript, das ich für hunderttausend■tranken kaufe, ist weniger teuer als eines, dessen un-bekannter Verfasser sechshundert Franken von mir habenWill. Wenn ich nicht ganz und gar ein Mäcen bin, jeden-falls habe ich Anspruch auf den Dank der Literatur: ichhabe den Preis der Manuskripte schon auf mehr als das-Doppelte in die Höhe getrieben. Ich sage Ihnen das allesnur, weil Sie der Freund Lousteaus sind, mein Kleiner,"sagte Dauriat zu dem Dichter und klopfte ihm mit em-pörender Vertraulichkeit auf die Schulter. „Wollte ich mitallen Schriftstellern, die mich zu ihrem Verleger machenmöchten, mich unterhalten, dann müßte ich meinen Ladenzumachen, denn ich verbrauchte meine ganze Zeit in Ge-sprächen, die überaus angenehm wären, aber viel zu teuer.
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