In diesem Augenblick trat ein schöner junger Mann,Emile Blondet, der im Journal des Debats mit Artikelndebütiert batte, die großes Aufseben gemacht hatten,herein, gab Finot und Lousteau die Hand und grüßteVernou oberflächlich.
„Komm mit uns zum Souper, um Mitternacht, beiFlorine," sagte Lousteau zu ihm. „Ich bin dabei," ant-wortete der junge Mann; „aber wer wird alles da sein?"„Oh!" erwiderte Lousteau, „da sind Florine und der Dro-gist Matifat, Bruel, der Dramatiker, der Florine zu ihremDebüt eine Rolle gegeben hat; ein altes Kerlchen, VaterCardot und sein Schwiegersohn Camusot; femer Finot ..."„Bist du mit deinem Drogisten zufrieden?" „Er wird unskeine Drogen vorsetzen," erwiderte Lucien. „Der Herr istsehr witzig," sagte Blondet ganz ernst und sah Lucien an.„Er wird auch an dem Souper teilnehmen, Lousteau?"„Ja." „Es wird lustig werden."
Lucien war bis hinter die Ohren errötet.
„Dauert es noch lange, Dauriat?" fragte Blondet undklopfte an die Scheibe, hinter der Dauriat an seinemSchreibtisch saß. „Ich stehe zur Verfügung, lieber Freund."„Schön," sagte Lousteau zu seinem Schützling. „Der jungeMann, der fast ebenso jung ist wie Sie, ist an den ,Debats'.Er ist einer der Fürsten der Kritik: er ist gefürchtet,Dauriat wird ihm schmeicheln, und dann können wir demPascha der Vignetten und der Druckerschwärze vonunserm Geschäft sprechen; sonst kämen wir um elf Uhrnoch nicht an die Reihe. Die Zahl der Wartenden wirdimmer größer."
Lucien und Lousteau traten jetzt nahe an Blondet,Finot und Vernou heran und bildeten unmittelbar vor demEingang zu Dauriats Kontor eine geschlossene Gruppe.
„Womit ist er beschäftigt?" fragte Blondet Gabusson,den ersten Gehilfen, der aufstand, um ihn zu begrüßen.
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