Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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nicht der oder jener..." „Ich weiß nicht," sagte Alber-tine und machte ein recht freches Gesicht.

Lucien, der weniger über die Antwort Albertinens er-staunt war, als daß er von Frau von Bargeton einen Briefbekam, nahm das Billet und las auf der Straße die folgen-den trostlosen Zeilen:

i.Madame d'Espard ist nicht wohl; sie kann Sie am Mon-tag nicht empfangen; mir geht es auch nicht gut, aber ichwill mich doch ankleiden und ihr Gesellschaft leisten. IchWaure diese kleine Widerwärtigkeit sehr; aber Ihr Talentberuhigt mich, und Sie werden sich ohne Schwindelkünstedurchsetzen."

.Und keine Unterschrift,' sagte sich Lucien, der in den■Tuilerien angekommen war, ohne daß es ihm zum Bewußt-sein gekommen wäre, daß er weitergegangen war.

Die Gabe des zweiten Gesichts, die die Leute von Talentbesitzen, ließ ihn die Katastrophe ahnen, die dieses frostigeBillet ankündigte. Er ging in Gedanken verloren weiter,immer geradeaus, und betrachtete die Denkmäler der PlaceLouis XV. Es war schönes Wetter. Prächtige Equipagenführen fortwährend au ihm vorbei in der Richtung nachder großen Allee der Champs Elysees. Er folgte der Mengeder Spaziergänger und sah nun die drei- oder viertausendWagen, die an einem schönen Sonntag an diesem Ort zu-sammenströmen und ein Longohamp improvisieren. Vonder Pracht der Pferde, der Toiletten und Livreen geblendet,§ m g er immer weiter und kam zum Triumphbogen, derdamals begonnen worden war. Er kehrte um. Wie wurdem m da, als er Madame d'Espard und Frau von Bargetonln einer Kalesche mit einem prachtvollen Gespann aufsich zukommen sah, hinter der die Federn des Leib JägersRatterten, dessen grüne, goldgestickte Livree ihn zuerstau f sie aufmerksam machte. Die Wagenreihe kam insStocken, und Lucien konnte Louise in ihrer Umwandlung

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