Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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w are es eine ganz ungewöhnliche Gunst, und um sie zuerlangen, braucht man ein kolossales Vermögen, muß manDienste geleistet haben, braucht man sehr hohe Protektion,oem Anzug eines Krämers im Sonntagsstaat beweist, daßder junge Mann weder reich noch von Adel ist; sein Ge-sicht ist hübsch, aber er scheint mir sehr dumm; kurz, erist nicht gebildet. Wie kommt es, daß Sie ihn protegieren?"

Frau von Bargeton, die Lucien verleugnete, wie LucienSie im stillen bei sich verleugnet hatte, hatte schrecklicheAn gst, ihre Cousine könnte die Wahrheit über ihre ge-m einsame Reise erfahren.

J.Liebe Cousine, es tut mir furchtbar leid, daß ich Siekompromittiert habe." „Man kompromittiert mich nicht,"sagte Frau d'Espard lächelnd; „ich denke nur an Sie."»Aber Sie haben ihn zu Montag zum Diner geladen." „IchWerde krank sein," erwiderte die Marquise lebhaft. „SieVerden ihm das mitteilen, und ich werde meinem Portierseine beiden Namen nennen und die nötigen Anweisungengeben."

Lucien bemerkte, daß im Zwischenakt alle in das Foyergingen, und kam auf den Einfall, ebenfalls dort auf und abZu gehen. Zunächst grüßte ihn niemand von den Herren,a ' e in Madame d'Espards Loge gekommen waren, undK einer beachtete ihn, was unserm Dichter aus der Provinze hr sonderbar vorkam. Dann sah ihn Chätelet, an dener sich klammern wollte, nur von der Seite an und schnittlün fortwährend. Er mußte sich, als er die Männer sah,ttl e im Foyer hin und her wandelten, eingestehen, daßSe me Kleidung recht lächerlich war, und setzte sichwieder in die Ecke seiner Loge. Dort war er währendae s Restes der Vorstellung hintereinander durch dasPrächtige Schauspiel des Balletts im fünften Akt, dasa urch seine Hölle so berühmt ist, dann durch denglanzenden Zuschauerraum, in dem sein Blick von Loge

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