DUt eleganter Weste und feinem Schlips, in die Oper. Erwhite sich in dem Gehäuse, in dem er zum erstenmalsteckte, ein wenig geniert. Entsprechend der Empfehlungirau von Bargetons fragte er nach der Loge der ersten■kammerherren. Beim Anblick eines Mannes, dessen ge-borgte Eleganz ihn nicht einem ersten Kammerherrn,sondern einem ersten Hochzeitskellner ähnlich machte,ersuchte ihn der Logenschließer, sein Billet zu zeigen.
»Ich habe keins." „Dann können Sie nicht eintreten,"a ntwortete man ihm trocken. „Aber ich gehöre zur Gc-se Uschaft von Madame d'Espard," sagte er. „Wir sindn icht verpflichtet, das zu wissen," meinte der Angestellte,u nd konnte sich nicht enthalten, mit seinen Kollegen einunmerkliches Lächeln auszutauschen.
Jn diesem Augenblick hielt ein Wagen unter dem Säulen-gang. Ein Leibjäger, den Lucien nicht wiedererkannte,üe ü den Wagentritt herunter, und zwei geputzte Frauenstiegen aus. Lucien, der von dem Logenschließer keineUnverschämte Bemerkung, er solle Platz machen, hörenw °ute, trat vor den beiden Damen zurück.
»Aber diese Dame ist die Marquise d'Espard, die SieZl1 kennen behaupten," sagte der Logenschließer in ironi-schem Ton zu Lucien.
■Lucien war sehr verdutzt, und um so mehr, als Frau von° ar geton keine Miene machte, als ob sie ihn in seinemneuen Gefieder kennte; aber als er auf sie zutrat, lächelteSle ihm zu und sagte: „Das trifft sich vortrefflich;kommen Sie."
Die Logenschließer waren wieder ernsthaft geworden.Uoi en folgte Frau von Bargeton, die, während man dieDr eite Treppe hinaufging, ihren Rubempre ihrer Cousinev °rstellte. Die Kammerherrnloge befindet sich in einemaer Balkonvorsprünge in der Mitte des Theaters; mansieht dort nach allen Seiten und wird von allen Seiten
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