die Kläglichkeit seines komischen Aufzugs durch die Ent-faltung seiner geistigen Reichtümer wieder gutmachen. Erwurde durch die Rechnung aus seinen Träumen gerissen,die ihm fünfzig Franken, mit denen er in Paris sehr weitzu kommen geglaubt hatte, entriß. Dieses Diner kosteteihn einen Monat seiner Existenz in Angouleme. Er schloßalso mit großem Respekt die Tür zu diesem Palast hintersich und nahm sich vor, keinen Fuß mehr hineinzu-setzen.
,Eva hatte recht,' sagte er bei sich, als er nach Hauseging, um Geld zu sich zu stecken, ,die Pariser Preise sindnicht die Preise von Houmeau.'
Unterwegs warf er bewundernde Blicke in die Schau-fenster der Schneider, und als er an die Toiletten dachte,die er am Vormittag gesehen hatte, rief er aus: ,Nein,ich will nicht so als Vogelscheuche vor Madame d'Esparderscheinen!'
Mit der Schnelligkeit eines Windhundes lief er in seinHotel, stieg in seine Kammer, nahm hundert Taler undbegab sich wieder ins Palais Royal, um sich dort vonKopf bis zu Fuß neu einzukleiden. Er hatte dort Schuh-macher, Wäschegeschäfte, Westenschneider, Friseure g e 'sehen; kurz, die Eleganz, die er sich anschaffen wollte, warin zehn Läden verteilt. Der erste Schneider, bei dem ereintrat, ließ ihn so viele Röcke probieren, als er wollte,und versicherte ihm, sie seien alle hochmodern. Als Lucienhinausging, war er im Besitz eines grünen Rocks, einerweißen Hose und einer Phantasieweste, und hatte zwei-hundert Franken ausgegeben. Er hatte bald ein Paar sehrelegante Stiefel, die ihm gut saßen, gefunden. Kurz, nach-dem er alles, was er brauchte, eingekauft hatte, ließ erden Friseur zu sich ins Hotel kommen, in das alle Liefe-ranten ihre Waren brachten. Um sieben Uhr abends stieger in eine Droschke und fuhr, frisiert wie eine Wachsfigur,
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