Gräfin Königsmark. In den Tiefen seines Gedächtnisseserschien Louise mit diesen Königinnen verglichen wie einea «e Frau. Er begegnete mehreren dieser Frauen, von denenKlan in der Geschichte des neunzehnten Jahrhundertssprechen wird, deren Geist, Schönheit und Liebschaften°ht weniger berühmt sein werden, als die der Königinnenüer alten Zeit. Er sah ein herrliches Mädchen vorüber-gehen, das Fräulein des Touches, die unter dem NamenMamille Maupin so bekannt war, eine bedeutende Schrift-stellerin, deren Schönheit ebensogroß war wie die Über-e genheit ihres Geistes. Die Spaziergänger und die FrauenMusterten sich einander ihren Namen zu.
>Ah!' sagte er bei sich selbst, ,da geht die Poesie inPerson.'
Was war Frau von Bargeton neben diesem himmlischenGeschöpf, das in Jugend, Hoffnung und Zukunft strahlte,^t seinem sanften Lächeln und den schwarzen Augen,aie weit wie der Himmel und glühend wie die Sonnew aren? Sie plauderte lachend mit Frau Firmiani, eineraer reizendsten Frauen von Paris. Eine Stimme in ihmj" le f wohl: ,der Geist ist der Hebel, mit dem man die Weltewegt'; aber eine andere Stimme rief ihm zu, der Stütz-punkt des Geistes wäre das Geld. Er wollte nicht mehru f diesem Schauplatz seines Zusammenbruchs und seinerNiederlage bleiben. Er fragte sich nach dem Palais RoyalUr echt, denn er kannte die Topographie seines Viertels^°ch nicht, und ging dahin. Er trat bei Very ein undbestellte, um die Annehmlichkeiten von Paris kennen zuer ßen, ein Diner, das ihn in seiner Verzweiflung tröstete.* lü e Flasche Bordeaux, Austern von Ostende, Fisch, Reb-huhn, Makkaroni und Obst waren das Nonplusultraseiner Wünsche. Er ließ sich diese kleine Üppigkeit wohl-bekommen und dachte, er wollte heute abend bei derMarquise d'Espard eine Probe seines Geistes ablegen und
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