Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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zückende Knöpfe auf Hemden, die weißen Glanz sprühten— das seine war gelblich. Alle diese eleganten Adligen warenentzückend behandschuht — er hatte Handschuhe wie einGensdarm! Da wiegte einer einen Spazierstock mit einemfamosen Griff zwischen den Fingern; da trug einer Man-schetten am Hemd, die mit zierlichen Goldknöpfen ge-schlössen waren; einer unterhielt sich mit einer Dame,spielte dabei mit einer reizenden Peitsche, und die weitenFalten seiner Hose, an der kleine Spritzerchen waren, seineklirrenden Sporen, sein enganliegender Bock zeigten, daßer im Begriff war, wieder eins der beiden Pferde zu be-steigen, die von einem kaum faustgroßen Groom gehaltenwurden. Bin anderer zog aus seiner Westentasche eineUhr heraus, die platt wie eine Münze war und sah aufsie wie ein Mann, der zu einem Bendezvous zu früh oderzu spät gekommen ist. Als Lucien diese reizenden Kleinig-keiten sah, an die er nie gedacht hatte, stieg vor ihm dieWelt des notwendigen Überflüssigen auf; er zitterte bei demGedanken, daß man ein riesiges Vermögen brauchte, umdie Bolle des hübschen jungen Mannes zu spielen! Je mehrer diese jungen Leute, die so glücklich und ungezwungenaussahen, betrachtete, um so mehr kam ihm sein seltsamesAussehen zum Bewußtsein, das Aussehen eines Menschen,der nicht weiß, wo der Weg hinführt, auf dem er sich be-findet; der nicht weiß, wo Palais Boyal ist, wenn er davorsteht, und der einen Vorübergehenden fragt, wo der Louvreist und die Antwort erhält: ,Sie sind darin.' Lucien sahsich von dieser Welt durch einen Abgrund getrennt. Erfragte sich, auf welche Weise er hinüberkommen könnte,denn er wollte dieser schlanken und feinen Pariser Jugendgleich werden. Alle diese Stadtedelleute grüßten Damen,die himmlisch angezogen, himmlisch schön waren, Damen,für die Lucien sich gern um den Preis eines einzigenKusses hätte in Stücke hauen lassen, wie der Page der

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