u tage nicht über glänzende Existenzen Qualen gebracht?J-'ie Frage der Kleidung ist überdies bei denen von größter-Bedeutung, die den Anschein erregen wollen, als hätten sie,w as sie nicht haben; denn das ist oft das beste Mittel, ess pater zu besitzen. Lucien brach der kalte Schweiß aus,v enn er daran dachte, daß er so angezogen am Abend vorer Marquise d'Espard erscheinen sollte, vor einer Ver-wandten des ersten Kammerherrn des Königs, vor einerUame, bei der die Berühmtheiten aller Art, die Elite derBerühmtheiten verkehrte.>Ich sehe aus wie ein Apothekerssohn, wie ein richtigeradenschwengel,' sagte er wütend zu sich selbst, wenn er*e zierlichen, koketten, eleganten jungen Leute aus demaubourg Saint-Germain vorbeigehen sah, die eine Art und111 Wesen hatten, das sie durch ihre schlanke Erscheinung,Urch ihre edle Haltung, durch ihren Gesichtsschnitt alleRänder ähnlich machte; und doch waren sie, durch den•Nahmen, den sich jeder ausgesucht hatte, um sich zureltung zu bringen, alle verschieden voneinander. Alleeßen sie ihre Vorzüge leuchten, wie denn die jungen■Banner in Paris ebenso wie die Frauen sich darauf ver-gehen, sich in Szene zu setzen. Lucien hatte von seinerMütter die erlesenen körperlichen Qualitäten ererbt, derenv orzüge vor seinen Augen lagen; aber dieses Gold lag noch01 Erze, war noch nicht bearbeitet. Seine Haare warenSc hlecht geschnitten; anstatt seiner großen Figur durch ge-Sc ameidiges Fischbein einen Halt zu geben, fühlte er sich11 einem gräßlichen Kragen eingeengt; seine Krawatte hatte^eirte Festigkeit, und so hing ihm der Kopf traurig her-unter. Welche Frau hätte in dem gemeinen Schuhzeug, daser aus Angouleme mitgebracht hatte, seine hübschen Füßev ermutet? Welcher junge Mann hätte ihn um seine hübscheJ-aille beneidet, die in dem blauen Sack versteckt war, dener bisher für einen Rock gehalten hatte? Er sah ent-
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