Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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Louise erklärte Lucien, der sie mit großen Augen ansah,die Gesetze der großen Welt. Er wußte zwar nicht, daßle Frauen, die ihre Torheiten korrigieren, damit auch ihrer Jle ° e korrigieren, aber er merkte, daß er nicht mehr derUClen von Angoulßme war. Louise sprach ihm nur vonSlc h, von ihren Interessen, von ihrem Ruf, von der Welt;Una - um ihren Egoismus zu entschuldigen, versuchte siej glauben zu machen, es handelte sich um ihn. Er hatteei u Recht auf Louise, die so schnell wieder Frau vonWgeton geworden war, und was schlimmer war, er hatteei ne Macht über sie. So konnte er schwere Tränen nichtRückhalten, die ihm aus den Augen stürzten.»Wenn ich dein Ruhm bin, bist du für mich noch mehr:u bist meine einzige Hoffnung und meine ganze Zukunft.c h hatte gedacht, daß du, wie du meine Erfolge teilst,au ch mein Unglück teilen solltest, und nun sollen wir unsJetzt schon trennen."Du tadelst mein Verhalten," ver-se tztesie,du hebst mich nicht." Lucien sah sie so schmerz-lc h an, daß sie sich nicht enthalten konnte, hinzuzufügen:»lieber Junge, ich bleibe, wenn du willst. Wir gehenZu grunde und stehen ohne jeden Beistand da. Aber wennWlr beide in gleicher Weise im Elend und beide von der"elt verstoßen sind; wenn der Mißerfolg denn man mußa «es ins Auge fassen uns bis nach l'Escarbas zurück-geworfen hat, dann erinnere dich, mein Lieber, daß ichdieses Ende vorausgesehen habe und dir vorschlug, nachüe ri Gesetzen der Welt ans Ziel zu gelangen und ihnen zugehorchen."Louise," antwortete er und umarmte sie,»ich bin erschreckt, daß ich dich so klug sehe. Vergißlicht, daß ich ein Kind bin, daß ich mich ganz und völligdeinem lieben Willen überlassen habe. Ich wollte über«lenschen und Dinge aus eigener Kraft siegen; aber wenn!ch mit deiner Hilfe schneller ans Ziel kommen kann, alsallein, werde ich sehr glücklich sein, dir all mein Glück

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