Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
193
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erausgefunden haben, wer Sie sind, wo Sie sind, woher Sieomnien, was Sie treiben. Sie haben auf Inkognito gerech-^ ■ &ber Sie gehören zu den Menschen, für die es kein In-kognito gibt. Werden Sie nicht überall Angouleme treffen?a sind die Deputierten der Charente, die zur Kammer-er öffnung kommen; da ist der General, der in Paris auf Ur-au o ist; aber es genügt ja, daß ein einziger Einwohner An-gouleines Sie sieht, damit Ihr Leben eine seltsame WendungiiDamt: Sie werden nur noch die Geliebte Luciens sein. Wennle mich zu irgend etwas brauchen, was es auch sei, ich binbei dem Generalsteuerdirektor, Rue du Faubourg, St.- Ho-n ore, zwei Schritte von dem Hause Madame d'Espards, zur «fen. Ich kenne die Marschallin von Carigliano, Frau vonerizy und den Ministerpräsidenten gut genug, um Sie dortanzuführen; aber Sie lernen bei Madame d'Espard so viele■ lj eute kennen, daß Sie mich nicht brauchen. Sie werdenea Wunsch nicht nötig haben, in diesen oder jenen Salon2u gehen, Sie werden in allen Salons erwünscht sein."

Chätelet konnte sprechen, ohne daß Frau von Bargeton^Q Unterbrach; sie war von der Richtigkeit seiner Be-merkungen niedergeschlagen. Die Königin von Angou-'erue hatte in der Tat auf das Inkognito gerechnet.

>>Sie haben recht, lieber Freund," sagte sie, „aber wastun?" „Gestatten Sie mir," antwortete Chätelet, „Ihnenei ne passende möblierte Wohnung zu suchen; Sie führens ° ein billigeres Leben als in den Gasthöfen und sind beiSlc h zu Hause; und wenn Sie meinem Rat folgen, bringen°te da schon die heutige Nacht zu." „Aber woher haben°>e meine Adresse erfahren?" fragte sie. „Ihr Wagen warleicht zu kennen, und überdies war ich Ihnen gefolgt. Inkevres sagte der Postillion, der Sie geführt hat, meinemQtte Adresse. Wollen Sie mir gestatten, für Ihre Wohnungzu sorgen? Ich werde Ihnen bald schreiben, wo ich Sieuntergebracht habe." „Gut, tun Sie das," erwiderte sie.Iv 193