Opfer, die man ihm gebracht hatte, sollten vergeudetsein. Es fiel ihm ein, seine Mutter könnte da wohnen,und David könnte also den kostspieligen Umbau im Hofsparen, den er geplant hatte. Diese Abreise mußte dieVerhältnisse seiner Familie in Ordnung bringen. Er fandtausend Gründe, die für seine Flucht sprachen, denn esgibt nichts Jesuitischeres, als einen Wunsch. Er liefsofort nach Houmeau zu seiner Schwester, um ihr seinneues Los mitzuteilen und sich mit ihr zu beraten. Alser vor dem Laden Posteis angelangt war, fiel ihm ein, erkönnte, wenn sich keine andere Möglichkeit fände, beidem Nachfolger seines Vaters die Summe, die für einenAufenthalt in Paris während eines Jahres nötig wäre,leihen.
,Wenn ich mit Louise zusammenlebe, wird ein Talertäglich für mich ein ganzes Vermögen sein, und das machtttur tausend Franken im Jahr,' sagte er sich. ,Und insechs Monaten bin ich reich.'
Eva und ihre Mutter hörten, nachdem sie versprochenhatten, das tiefste Geheimnis zu wahren, die BekenntnisseLuciens. Alle beide weinten bei der Erzählung unseresEhrgeizigen, und als er den Grund dieses Kummers er-fahren wollte, sagten sie ihm, alles, was sie besäßen, wäreVon der Haus- und Tischwäsche, von Evas Aussteuer, voneiner Menge Anschaffungen verschlungen worden, an dieDavid nicht gedacht hatte, und sie wären froh, das allesbesorgt zu haben, denn für David bedeuteten diese Dinge,die Eva mitbrachte, so viel wie eine Mitgift von zehn-tausend Franken. Lucien teilte ihnen jetzt seine Darlehns-idee mit, und Frau Chardon nahm es auf sich, HerrnPostel um tausend Franken für ein Jahr zu bitten.
„Aber Lucien," sagte Eva in bekümmertem Tone, „duwirst also nicht bei meiner Hochzeit sein? 0 kommzurück, ich werde ein paar Tage warten! In vierzehn
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