T-meien war geblendet durch dio. plötzliche Aussicht auf■Paris. Als er diese verlockenden Worte hörte, war esAm, als habe er sich bisher nur seines halben Gehirns be-dient; jetzt eben schien er die zweite Hälfte zu entdecken,Öle seine Ideen wuchsen, er kam sich in Angoulemc wieC11 i Frosch vor, der auf dem Grunde eines Sumpfes untere 'nem Stein gelebt hatte. Paris in seinem Glänze, Paris,das in d er Provinz jeder Phantasie als Eldorado erscheint,trat vor ihn in seinem Goldgewande, auf dem Haupte dasKönigsdiadem, die Arme allen Talenten geöffnet. Die Be-lll hmtheiten würden ihn brüderlich umarmen. Dort waralles Freude und Sonnenschein für das Genie. Dort gabes keine neidischen Krautjunker, die verletzende Wortesprachen, um den Schriftsteller zu demütigen, und keinealberne Gleichgültigkeit gegen die Poesie. Dort ent-sprossen die Werke der Dichter; dort wurden sie bezahltu ttd berühmt gemacht. Die Buchhändler würden kaumAe ersten Seiten seines ,Bogenschützen Karls IX.' gelesenn aben und würden schon ihren Kassenschrank öffnen undAn fragen: ,Wieviel wollen Sie?' "Überdies sah er ein,aß p rau von Bargeton nach einer Reise, bei der sie die^stände so nah wie zwei Gatten zusammenbrachten,ganz die Seine würde, daß sie zusammenlebten.Auf diese Worte: .Willst du nicht?' antwortete er mitln er Träne, schlang seinen Arm um Louise, drückte sietis Herz und preßte unzählige Küsse auf ihren Hals.a nn hielt er plötzlich imie, wie von einer Erinnerung^troffen, und rief aus: „Mein Gott, meine Schwestertratet übermorgen!"dieser Ausruf war der letzte Atemzug der reinen undornehmen Kindlichkeit in ihm. Die mächtigen Bande,le die jungen Herzen mit ihrer Familie, ihrem erstenr eund, allen ursprünglichen Gefühlen verbinden, solltene 'nen furchtbaren Schlag erhalten.
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