er sprach sie völlig leidenschaftslos und mit dem ruhigstenGesicht von der Welt. Stanislaus wurde blaß und fragtesich selbst: ,Was habe ich schließlich gesehen?'
Aber zwischen der Schande, seine Worte vor der ganzenStadt in Anwesenheit dieses Schweigsamen, der keinenSpaß zu verstehen schien, zurückzunehmen, und derFurcht, der gräßlichen Furcht, die ihm mit ihren heißenHänden den Hals zuschnürte, wählte er die entferntereGefahr.
„Gut. Auf morgen," sagte er zu Herrn von Bargeton unddachte, die Sache könnte inzwischen noch beigelegt werden-
Die drei Männer gingen wieder in den Salon zurück undalle blickten ihnen forschend ins Gesicht: Chätelet lächelte,Herr von Bargeton sah genau so aus, wie wenn er beisich zu Hause wäre; aber Stanislaus war leichenblaß. Beidiesem Anblick errieten einige Frauen den Gegenstandder Aussprache. Die Worte ,sie duellieren sich!' gingenvon Mund zu Mund. Die Hälfte der Gesellschaft dachte,Stanislaus müsse unrecht haben, seine Blässe und dieganze Art seiner Haltung kündeten eine Lüge an; dieandere Hälfte bewunderte die Haltung des Herrn vonBargeton. Chätelet spielte den Feierlichen und Geheimnis-vollen. Herr von Barge.ton blieb einige Augenblicke undblickte forschend auf die Gesichter der Anwesenden, dannging er.
„Haben Sie Pistolen?" fragte Chätelet leise Stanislaus,der von Kopf bis zu Fuß bebte.
Amelie verstand alles und wurde ohnmächtig; die Frauenbemühten sich um sie und trugen sie in ihr Schlafzimmer-Bin schrecklicher Lärm entstand, alle sprachen zu gleicherZeit. Die Männer blieben im Salon und erklärten ein-stimmig, Herr von Bargeton wäre im Recht.
„Hätten Sie dem Guten zugetraut, daß er sich so wackerhielte?" fragte Herr von Saintot. „Aber", erwiderte der
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