Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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daß er, ohne zu zucken, die Mündung einer Pistole auf sichgerichtet sehen sollte; nein, nur eine einzige Sache brachteihn in Verwirrung, und er zitterte davor, während er zuHerrn von Chandour ging.

,Was soll ich sagen?' dachte er; ,Nais hätte mir dieSätze sagen sollen!' Und er zermarterte sich das Hirn,um einige Sätze, die nicht lächerlich wären, zusammen-zubringen.

Aber Menschen, die, wie Herr von Bargeton, in einemSchweigen leben, das ihnen die Enge ihres Geistes und ihrbeschränkter Gesichtskreis auferlegen, haben in den großenAugenblicken des Lebens eine ganz vollendete Feierlich-keit. Da sie wenig reden, entschlüpfen ihnen natürlichwenig Dummheiten. Und dann denken sie viel über dasnach, was sie sagen müssen, und ihr großes Mißtrauengegen sich selbst bringt sie dazu, ihre Eeden so wohl vor-zubereiten, daß sie sich vermöge eines Vorgangs, derÄhnlichkeit mit dem hat, der Bileams Eselin die Sprachegab, ganz wunderbar ausdrücken. Und so benahm sichHerr von Bargeton wie ein überlegener Mann. Er recht-fertigte die Meinung derer, die ihn für einen Philosophenaus der Schule des Pythagoras hielten. Er trat um elf Uhrabends bei Stanislaus ein und fand da zahlreiche Gesell-schaft vor. Er grüßte Amelie schweigend und hielt derganzen Gesellschaft sein nichtssagendes Lächeln entgegen,das unter den jetzigen Umständen den Eindruck tieferIronie machte. Es trat nun ein großes Schweigen ein, wiebeim Herannahen eines Gewitters in der Natur. Chätelet,der zurückgekehrt war, sah mit einem bedeutsamen Blickhintereinander Herrn von Bargeton und Stanislaus an,zu dem der beleidigte Gatte höflich herantrat.

Chätelet verstand den Sinn eines Besuchs, den der alteMann zu einer Stunde machte, wo er sonst zu Bett Iag :Nals setzte offenbar diesen schwachen Arm in Bewegung;

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