Nai's dankte Chätelet mit einer Neigung des Kopfes undblieb in Nachdenken versunken. Sie war bis zum Ekeldes Provinzlebens überdrüssig. Beim ersten Wort Chäteletshatte sie die Augen auf Paris gerichtet. Das Schweigender Frau von Bargeton setzte ihren klugen Anbeter inVerlegenheit.
„Verfügen Sie über mich," sagte er, „ich wiederhole esIhnen." „Danke," antwortete sie. „Was denken Sie zutun?" „Ich werde sehen." Langes Schweigen. „LiebenSie denn diesen kleinen Bubempre so sehr?"
Sie lächelte hochmütig, kreuzte die Arme und betrach-tete die Vorhänge ihres Boudoirs. Chätelet ging weg, ohnedieses stolze Frauenherz enträtseln zu können. Als Lucienund die vier getreuen alten Herren, die zu ihrer Karten-partie gekommen waren, ohne sich über diese zweifelhaftenLästerreden aufzuregen, fortgegangen waren, wandte sichFrau von Bargeton zu ihrem Mann. Er war gerade imBogriff gewesen, schlafen zu gehen, und hatte schon denMund geöffnet, um seiner Frau Gutenacht zu wünschen.
„Komm mit mir, mein Lieber, ich habe mit dir zusprechen," sagte sie mit einer gewissen Feierlichkeit-Herr von Bargeton folgte seiner Frau in das Boudoir-„Mein Lieber," sagte sie zu ihm, „ich habe vielleichtunrecht gehabt, in meiner Sorge und Protektion für Herrnvon Bubempre eine Wärme zu legen, die die dummenMenschen ebenso schlecht verstanden, wie er selbst, Heutemorgen hat sich Lucien mir zu Füßen geworfen und fingan, mir eine Liebeserklärung zu machen. Stanislaus tratin dem Moment ein, wo ich den jungen Menschen aufhob.In Mißachtung der Pf hebten, die die Kurtoisie einemEdelmann gegen eine Frau in jeder Lage auferlegt, hat erbehauptet, er habe mich in einer zweideutigen Situationmit diesem jungen Menschen überrascht, den ich übrigensbehandelte, wie er es verdient. Wenn dieser junge Hitz-
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