Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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als er hier angelangt war," — dabei deutete er auf dieBoudoirtür — „behauptet er, habe er Sie mit Herrn vonRubempre in einer Situation gesehen, die ihm nicht er-laubte, einzutreten; er kam ganz verwirrt zu mir zurückund schleppte mich mit sich, ohne mir Zeit zu lassen, zumir zu kommen; und wir waren schon in Beaulieu, als ermir endlich den Grund zu seiner Flucht mitteilte. Hätteich ihn gekannt, wäre ich nicht von hier gewichen, sondernhätte diese Sache zu Ihren Gunsten aufgeklärt; aber nach-dem wir erst fortgegangen waren, noch einmal zurück-kehren, hätte nichts mehr bewiesen. Wie die Sache jetztsteht, ob Stanislaus falsch gesehen hat oder ob er recht"at, er muß unrecht haben. Liebe Na'is, lassen Sie nichtIhr Leben, Ihre Ehre, Ihre Zukunft von einem Dummkopfgefährden; bringen Sie ihn sofort zum Schweigen. Siewissen, in welcher Lage ich hier bin. Ich bin hier auf alleWelt angewiesen, aber ich stehe völlig zu Ihrer Verfügung.Verfügen Sie über ein Leben, das Ihnen gehört. Wenn Sieauch meine Wünsche zurückgewiesen haben, gehört dochöiein Herz immer Ihnen, und bei jeder Gelegenheit werdelc h Ihnen beweisen, wie sehr ich Sie hebe. Jawohl, ich werdew ie ein treuer Diener über Sie wachen, ohne Hoffnung aufBelohnung, lediglich um des Vergnügens willen, das ichdaran finde, Ihnen, selbst wenn Sie es nicht wissen, zudienen. Ich habe diesen Morgen überall gesagt, daß ich ander Salontür war und nichts gesehen habe. Wenn man Siefragt, wer Sie von den Eeden, die über Sie geführt werden,Unterrichtet hat, dann nennen Sie mich. Ich wäre sehr glück-hch, Ihr erkorener Verteidiger zu sein, aber, unter uns ge-sagt, ist Herr von Bargeton der einzige, der von StanislausRechenschaft verlangen kann.—Vielleicht hat dieser kleineRübempre eine Torheit begangen, aber die Ehre einer Frausollte nicht einem behebigen Tollkopf ausgeliefert sein, dersich ihr zu Füßen wirft. Das hatte ich zu sagen."

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