Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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einem vergnügten Schmunzeln, das ihm von Zephirineeinen mißbilligenden Blick eintrug. „Aber sagen Sie unsdoch, wie die Sache sich verhält?" fragte man Stanislausund bildete eine Art Geheimkomitee in einer Ecke desSalons.

Stanislaus hatte schließlich eine kleine Geschichte, dievoller verblümter Unanständigkeiten war, zusammenge-stellt und begleitete sie mit Gesten und Stellungen, diedie Sache noch sehr verschlimmerten.

„Das ist unglaublich," sagte man immer wieder. „AmMittag?" fragte eine. „Nals wäre die Letzte gewesen, dieich im Verdacht gehabt hätte." „Was wird sie beginnen?'

Dann unendliche Kommentare und Vermutungen! .. •Du Chätelet verteidigte Frau von Bargeton; aber er ver-teidigte sie so ungeschickt, daß er das Feuer des Klatschesschürte, anstatt es zu löschen. Lili, die untröstlich überden Sturz des schönsten Engels auf dem Olymp des An-goumois war, ging in Tränen in den bischöflichen Palast,um die Nachricht dorthin zu bringen. Als die ganze Stadtschon ohne Frage von dem Gerücht erfüllt war, ging derglückliche Chätelet zu Frau von Bargeton, wo heute abendleider nur ein einziger Whisttisch besetzt war. Er bat Nalsin diplomatisch leisem Ton, mit ihr in ihrem Boudoirplaudern zu dürfen. Sie setzten sich beide auf das kleineKanapee.

„Sie wissen ohne Zweifel," sagte Chätelet mit gedämpfterStimme, „womit ganz Angouleme sich beschäftigt? .. .„Nein," antwortete sie. „Ich bin", begann er, „zu sehrIhr Freund, um Sie darüber im unklaren zu lassen. Ichmuß Sie instand setzen, die Verleumdungen zum Schwei-gen zu bringen, die ohne Frage von Amelie erfunden sind,die die Vermesscnlieit hat, sich für Ihre Rivalin zu halten-Ich wollte Sie heute morgen zusammen mit diesem AffenStanislaus besuchen. Er ging einige Schritte voraus, und

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