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Der Unterricht in der Religion.
Botschaft von unserer Erlösung, sondern es erweist
sich an unseren Herzen als eine Kraft, welche aus
den Banden der Sünde und des Todes uns befreit
und ein neues Leben in uns wirkt.
So wird der Welt im Evangelium das Heil dargeboten; so hatder Apostel Paulus es nach Europa gebracht, als ihm der makedo-nische Mann im Traume erschienen war und gerufen hatte: Kommherüber und hilf uns! Das war wie der Hilfeschrei eines Er-trinkenden. Wenn man einem solchen das rettende Seil zuwirft,was wird er thun? — Er wird darnach greifen.
Was sollte man demnach auch von der Welt erwarten, wennihr das Evangelium von Christo gepredigt wird? — Dafs sie esergreift.
Das .nennt man Glauben. Der Ungläubige stöfst die Hilfe vonsich. Andere möchten gerne zugreifen, aber sie trauen sich nichtrecht. Von einem solchen schüchternen Manne haben wir heuteschon gehört. Wer war das? — Nicodemus.
Er kam bei Nacht zu Jesu. Er wollte nicht gesehen werden.Wie verkehrt zeigte er sich doch da! Was sind das meist fürWerke, die man im Geheimen thut? — < Böse Werke.
Wer Arges thut, sagt die hl. Schrift, der kommt nicht ans licht,auf dafs seine Werke nicht offenbar werden. Wenn sie aber ansTageslicht kommen, dann kommt über den Übelthäter, der nochnicht ganz schlecht ist, ein Gefühl, das sich auch in seinem Aufsemzeigt. Ihr Kinder, wifst es auch, wenn ihr über etwas Unrechten]ertappt werdet; was zieht dann über das Angesicht des Menschen?— Die Schamröte.
Und wie heilst das Gefühl, das sie anzeigt? — Die Scham.
Wohl denen, sie sich dann noch schämen können. WelcherDinge schämen wir uns also? — Der bösen Dinge.
Aber nicht immer, gottlob, handelt es sich gerade um böse Dingedabei. Wenn eines von euch eine recht verkehrte Antwort gibt,weil es nicht nachgedacht hat, dann mufs es sich auch schämen.Welcher Dinge schämen wir uns also noch? — Der thörichtenDinge.
Nun seht den Nicodemus an; was könntet ihr von ihm auchsagen, als er so bei Nacht daherkommt? — Er hat sich geschämt.
Wessen hat er sich geschämt? Denkt an unseren Spruch! —Des Evangeliums hat er sich geschämt.
Welchen Dingen hat er damit dasselbe gleichgestellt? —Thörichten oder bösen Dingen.
Seht, so sagt auch einmal der Apostel vom Evangelium: es seiden Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Thorheit. Und ihrwifst, wie deswegen die Juden gegen den Herrn Jesus und gegenseine Jünger gesinnt waren? — Feindselig.
Und aus der Apostelgeschichte wifst ihr, wie die Heidenin Athen den Apostel Paulus verspotteten, als er das Evangeliumpredigte. Nun könnt ihr mir auch sagen, was Nicodemus gefürchtethat? — Er hat den Spott und die Feindschaft der Menschen ge-fürchtet.