Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
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Überraschung. Er steifte sich darauf, daß ihm ein Zufallz 'i Hilfe kommen sollte. Seine Rolle und das Gelingenseines Plans waren um so schwieriger, weil er neutral"leiben mußte, um alle die Spieler des Dramas, das eraufführen wollte, zu lenken. Daher hatte er sich, umLucien, dem er schmeichelte, und Frau von Bargeton, dien icht ohne Scharfblick war, sorglos zu machen, und umsich eine Haltung zu geben, an die eifersüchtige Amelieangeschlossen. Um Louise und Lucien besser axisspionierenZu können, war es ihm seit einigen Tagen gelungen,zwischen sich und Herrn von Chandour eine Meinungs-verschiedenheit über die beiden Liebenden zustande zubringen. Chätelet behauptete, Frau von Bargeton machtesich über Lucien lustig, sie sei zu stolz und von zu guter■Herkunft, um zu einem Apothekerssohn herabzusinken.■Uiese Rolle des Ungläubigen gehörte zu dem Plan, den erSemacht hatte, denn er wünschte für den Verteidiger Frauv °ü Bargetons zu gelten. Stanislaus blieb dabei, Lucienw are kein unglücklicher Liebhaber. Amelie verschärfte" le Auseinandersetzung, indem sie den dringenden Wunschaussprach, die Wahrheit zu erfahren. Jeder führte seineGründe an. Wie es in kleinen Städten geschieht, traten°ft einige intime Freunde des Hauses Chandour geradeWährend eines Gesprächs ein, in dem Chätelet und Stanis-*aus um die Wette ihre Meinung mit ausgezeichneten Argu-menten vertraten. Es ergab sich wie von selbst, daß jederv °n den beiden Gegnern Bundesgenossen suchte und etwaSe men Nachbarn fragte: ,Und Sie, was ist Ihre Meinung?'Wiese Kontroverse bewirkte es, daß Frau von BargetonUn d Lucien nicht aus den Augen verloren wurden.

Eines Tages endlich bemerkte Chätelet, daß, wenn Herrv °n Chandour und er Frau von Bargeton besuchten, und■lucien. da war, niemals irgendein Anzeichen für ver-dächtige Beziehungen vorhanden sei: die Tür zum Boudoir

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