§ 121, V. Methode des Unterrichts im besonderen.
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geliums werde Gustav Adolf, unter den Sängern Paul Ger-hardt vor Augen gestellt. Mitteilungen über die Sekten, diechristliche Liebesthätigkeit und die Heidenmission mögen denSchlufsstein bilden...
Da ein geschichtlicher Unterricht ohne Einprägung vonNamen und Jahreszahlen in der Luft schwebt, ist daraufzu halten, dafs die Kinder die nötigsten Data sich genaumerken. Mehr als 50 bis 60 Jahreszahlen zu behalten, solltedabei denselben nicht zugemutet werden.
Für die methodische Behandlung beachte man folgendeRegeln:
1. Der Lehrer erzähle, ohne das Buch zu Hilfe zunehmen, in anschaulicher Weise die einzelne Geschichte inAbschnitten. Eigennamen werden an die Tafel geschrieben,Ortsnamen auf der Karte gezeigt.
2. Der erzählte Stoff wird abgefragt und durch die Schülerwiedergegeben. Sprachliche und sachliche Erläuterungenwerden eingetlochten.
3. Da die Kirchengeschichte gelehrt wird, damit wir unszur Treue im Bekennen und in der Bewährung unseres Christen-tums ermuntern lassen, so werde gezeigt, was in den vor-geführten Lebensbildern vorbildlich für uns ist, wobei vielfachParallelen zwischen den Personen der Kirchengeschichte undder biblischen Geschichte gezogen werden können. Auf mancheKatechismusstelle, auf Spruch oder Lied kann auch aus derKirchengeschichte Licht fallen.
4. Die betreffende Geschichte wird im Lesebuch gelesenund zum wiederholten Durchlesen (nicht Auswendiglernen!)aufgegeben.
5. In der folgenden Stunde werde zunächst der zuletztbehandelte Stoff repetiert, ehe man zu dem neuen Pensumübergeht.
6. Ist im Unterricht der Abschlufs eines gröfseren Zeit-raumes erreicht, so werde derselbe übersichtlich in der Weisewiederholt, dafs sich die einzelnen Geschichten zu einem um-fassenderen Geschichtsbilde zusammenschliefsen. Das Gleichehat am Ende des gesamten Unterrichts zu geschehen, wobeisich die Hauptperioden der ganzen Kirchengeschichte deutlichvon einander abheben werden.