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Der Unterricht in der Iteligion.
sondern auch über die Worte und Sachen genauen Be-scheid weifs. Sprachliche, geschichtliche, geogra-phische, kulturgeschichtliche Kenntnisse sindunentbehrlich. Das heilige Land, der Tempel, dasisraelitische Wohnhaus, Sitten und Bräuche mufs der Lehrerkennen, wenn seine Darstellung richtig sein soll. Die Haupt-sache ist naturgemäfs die exegetische Beherrschungdes Lehrstoffes.
c) Die Lebendigkeit des Unterrichts ist für die Dar-stellung ebenso das wichtigste Erfordernis, wie für diePersönlichkeit des Lehrers die eigene religiöse Wärme. DieDarstellung mufs davon zeugen, dafs dem Lehrer das, waser darbietet, selbst Herzenssache ist. Die Wärme derLiebe gehe durch die lebendige Darstellung vom Lehrer aufdie Schüler über. Christus sagt nicht nur: Meine Schafehören »meine Worte«, sondern »meine Stimme«. DieStimme ist die Seele des Wortes. Man spüre es dem Unter-richt an, dafs eine Seele in jedem Worte ist. Begeisterungbegeistert, Leben erweckt Leben. Nur ein lebendigerUnterricht wird nicht nur auf das Wissen, sondernauch auf das Gefühl und den Willen des Kindesnachhaltig einwirken.
§ 121.V. Methode des Unterrichts im besonderen.
1. Die biblische Geschichte.
Es entspricht ebenso dem Zusammenhange, welcher inder heiligen Geschichte die einzelnen Ereignisse verknüpft,wie der Aufnahmsfähigkeit des Kindes, welches die einfachenVerhältnisse der früheren Zeiten leichter versteht als die ver-wickelteren der späteren, dafs im Unterricht zunächst diechronologische Folge der G eschichten eingehaltenwird. Das alte Testament sollte jedoch auf keiner Unter-richtsstufe der ausschliefsliche Lehrgegenstand sein. Nichtnur die hohen kirchlichen Feste, welche bemerkenswertauch in das Leben der Kleinen eingreifen, geben Anlafs zurUnterbrechung des rein geschichtlichen Ganges; es entsprichtdem Begriffe des christlichen Religionsunterrichts, dafs der