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§ 112. III. Die Methode des Turnunterrichtes.
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schulen ist diese Verbindung nicht ganz zu entbehren, dader Lehrer die sieben Jahresklassen nicht gemeinsam, sondernin zwei bis drei Abteilungen nacheinander unterrichtenmufs, während dessen die übrigen durch zuverlässige Schülerangehalten werden, das früher Geübte zu wiederholen und zubefestigen.
1. Der Unterrichtsgang mufs bei diesem Gegenstandein ganz hervorragender Weise genetisch sein.
Er hat den Lehrstoff bald durch Zerlegung in seine Elemente,bald wieder durch das Entwickeln des Einzelnen und das Zu-sammenziehen desselben zu einem Ganzen so an die Schüler zubringen, dafs diese ihn allmählich verarbeiten und zu ihrem freienEigentum machen. Hierbei mufs anfänglich die Anschauung vor-herrschen, während später die Schüler auch abstrahieren, Befehleohne vorausgegangene Anschauung verstehen und ausführen lernensollen.
2. Unterrichtsform und Unterrichtsthätigkeit be-stehen beim Turnunterricht zunächst
a) im Vormachen, wobei bald einzelne Teile einer Übunghervorzuheben, bald zu einem schönen Ganzen abzurunden sind.Die Schüler sollen durch das richtige, saubere Vorturnen einklares, gutes Bild von dem bekommen, was sie selbst ausführensollen. Es ist aber auch darauf zu sehen, dafs die Schüler (beson-ders die Vorturner) jede Übung scharf und pünktlich nachturnen.Soll das Vormachen aber ein richtiges und denkendes Nachmachenzur Folge haben, so mufs sich mit dem ersteren
b) ein guter Vortrag in Form einer klaren und bündigen Er-klärung verbinden, welche die Körperthätigkeiten in ihre Bestand-teile zerlegt, richtig benennt und zum völligen Verständnis bringt.Die kürzeste Erklärung ist der »Befehl«, der den Schüler davonin Kenntnis setzt, welche Übungen der Lehrer gemacht haben will.Der turnerische Befehl zerfällt in drei Teile: Ankündigung — Pause— Thatbefehl. Erstere mufs klar und verständlich in gewöhnlicherStärke gesprochen werden; die Pause mufs genügend lang, derThatbefehl ein einsilbiges, kurz und entschieden gesprochenes Zeit-wort sein. Laut, aber nicht zu laut!
c) Die befohlenen Übungen erheischen eine sorgfältige undtüchtige Einübung, welche die verständige und schöne Aus-führung bis zur Fertigkeit steigern soll. Dabei verhüte man durchentsprechenden Wechsel einseitige und überm äfsige An-strengung. (Kränkliche, Schwächliche.) Die Übungen sollen