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4. Der Unterricht im Turnen.
aber auch nicht zu wenig anstrengend sein und nicht zu lang-sam aufeinanderfolgen, da sie sonst ein langweiliges Sichgehenlassenzur Folge haben. Bei den Gerätübungen haben Lehrer und Vor-turner stets zur nötigen Hilfe bereit zu stehen, um die Turnendenvor Unfall zu schützen.
d) Die Schülerübungen geben ferner fortwährend Anlafs zumVerbessern von Fehlern. Hiebei ist 'zuerst nach dem Grundeder Fehler zu sehen und zu prüfen, ob er im Lehrer oder imSchüler hegt, danach aber durch mündliche oder auch thatsäch-liche Anleitung ernst und umsichtig das Bessermachen zu erstreben.Allzu ausgedehnte und zu lang dauernde Verbesserungen sindzu vermeiden, weil sie die Lust an frischer That mindern und denForschritt hemmen.
e) Fleifsige Wiederholung ist unerläMich. Bei derselbenhalte man zuerst auf richtige Ausführung des Hauptteiles derÜbung, dann auf die der Nebenteile, bis nach und nach die Zu-sammensetzung fehlerfrei gelingt. Jede Turnstunde beginnt miteiner kurzen Repetition des bereits Geübten. Doch vermeide manjede Einförmigkeit und lasse die Übungen bald von allen, baldabteilungsweise, bald in umgekehrter Folge etc. ausführen.
3. Die Unterrichtsweise des Lehrers inufs klar, lebendigund warm sein, so dals das »Frisch—Fromm—Fröhlich—Frei«bei der turnenden Jugend zur Erscheinung kommt. Dies wirderreicht
a) durch einen entsprechenden Lehrton, der zwar fest undbestimmt, aber weder roh noch süfslich sein darf;
b) durch rechtzeitige wohlthuende Aufmunterung;
c) durch häufige Einflechtung von Gesang und Spiel,öfteres Kürturnen (nach freier Wahl), durch Schulfeste undTurnfahrten.
4. Ferner ist zu beachten:
a) Der Turnlehrer sei der Erste und der Letzte auf dem Platze.Ohne Aufsicht darf nicht geturnt werden.
b) Die Schüler haben beim Erscheinen Bücher, Hüte etc. ab-zulegen und sofort die angeordnete Aufstellung zu nehmen. Ge-wöhnlich stellt man die Schüler in Stirnreihe so auf, dafs der Gröfsterechter, der Kleinste linker Flügelmann wird. Bei mehr als32 Schülern bildet man in der Regel zwei oder mehr Reihen.
c) Wenn die Schüler auf den Befehl »Stillgestanden I« einestramme Haltung angenommen, beginnt die Turnstunde mit Frei-