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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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§ 111. II. Der Stoff des Turnunterrichtes.

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mit dem Ordnungs- zugleich der Schönheitssinn gebildet werdensoll. Sie lassen sich mit den Freiübungen leicht und mit Er-folg verbinden und sind bei Turnfahrten und -Festen besonderswertvoll. Die Ordnungsübungen sind:

1. Taktische Elemen'tarübungen. Dazu gehören:Bildung der Reihe (Stirn-, Flanken-, Schrägreihe), Öffnen

und Schliefsen der Reihe (Abstandnehmen, Staffelung), Fassungenin der Reihe (Hand in Hand, Arm in Arm etc.), Reihungen ersterund zweiter Ordnung, Schwenkungen, Ziehen der Reihe (Um-, Gegen-,Winkel-, Schrägzug, Ziehen im Kreis, Schnecke etc.).

Bildung des Reihenkörpers (Linie, Säule), Öffnen undSchliefsen desselben, Ziehen der Linien und Säulen, Wogen derRotten und Reihen, Reihen der Reihen etc.

Bildung des Reihenkörpergefüges (Doppellinie, üoppelsäule)und Bewegungen des Ganzen und seiner Teile.

2. Reigenschreitungen, d. h. so verbundene Ordnungs-übungen, dafs durch sie ein nach Rhythmus und Symmetrie ge-gliedertes, wohlgefälliges Ganze dargestellt wird.

c) Die Oersltübungen dienen zur Vermehrung der An-stelligkeit und Kraft des Körpers, zur Erhöhung des Mutesund der Geistesgegenwart. Sie sind

1. Hangübungen (Streck- und Beugehang), Stütz Übungen(Streck- und Beugestütz), Spring-, Schwebeübungen und ge-mischte Übungen (Hangstand, Liegestütz, Hangstütz), Übungendes gemischten Sprunges an feststehenden, befestigten Ge-räten wie Reck, Barren, Stemmbalken, Pferd, Bock, Klettergerüst,Leiter, Springel, Klettertau, Schaukelringen etc., oder

2. Übungen mit beweglichen Handgeräten, mit Hanteln,Stäben, Stangen, Ballen, Seilen, Geren, Stäben etc. Die Stäbedienen in der Regel nur zur Belastung bei Ausführung der Frei-und Ordnungsübungen. Von den Stabübungen seien besonderserwähnt: Stabholen, Stabtragen, Stabgriffe (Stabschultern, Stab überund bei Fufs, Stabüberführen, Stabneigen), Stabheben, Stabüberheben,Stabdrehen, Stabstofsen, Stabwinden, Stabübersteigen.

d) Die Spiele sollen zur Erfrischung von Leib und Seele,zur Erholung und Erheiterung dienen und durch Gewöhnungan die Spielgesetze zur Beherrschung des eigenen Willensführen. Als geeignete Spiele für die Volksschüler sind zunennen: Fangen, Kreislaufen, Kämmerchen vermieten (Schneider,