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2. Der Gesangunterricht.e) f)
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Die Noten jeder Vorübung werden gelesen; dann wird sievorgespielt oder vorgesungen und von den Schülern nach-gesungen, und zwar können diese Übungen einmal halbstark,ein zweites Mal mit schwacher und wieder ein anderes Mal mitstarker Stimme gesungen werden. Der Lehrer kann auch bei dereinen oder anderen Übung ein crescendo oder decrescendo anbringen.
Die Kinder sollen ihre Stimme beherrschen lernen. Dies be-absichtigen auch die letzten Vorübungen, welche mit der Melodiedes Liedes in keinem Zusammenhange stehen.
Schüler, die hohe Töne nicht mit der Bruststimme singenkönnen, bedienen sich der Kopfstimme. Immer verlangen wireine schöne Tonbildung.
Statt la kann manchmal auch li, lo, le, lu, lü gesungen werden.Die Vokale u und ü sind am schwersten zu singen, darum hörtman statt derselben oft ein o und i.
2. Gehen wir nun zum Liede selbst über!Der Text ist erklärt 1 ), sicher gelernt und wird nur noch ein-mal recitiert. Die Kinder dürfen nicht »scheuen« statt »schönen«,
1) Eine unerläfsliche Forderung! In einer Knabenklasse ver-standen die Schüler statt »nie kann ohne Wonne« »nie Kanone-Wonne«und sangen diesen Unsinn mit besonderer Freudigkeit und Kraft. Zu-weilen genügt ein Wort zur Erklärung; z. B. >So dir geschenkt einKnösplein was« = war.