2. Lehrprobe.
353
»Wertund« statt »Wert und«, »Firsten« statt »Fürsten« sprechen.Ähnliche Fehler sind auch bei den übrigen Strophen auszumerzen.
Die Melodie des Liedes und eine Textstrophe stehen auf derNotentafel. (Der Lehrer hat sie aufser der Schulzeit angeschrieben.)
Nun lassen wir die Noten lesen und fragen dabei: "Was istvorgezeichnet? Was bedeutet das C? Wo kommen Achtel-, woViertel-, wo punktierte Noten vor? Wo soll nicht es, sondern egesungen werden? Wo sind mehrere Noten auf eine Silbe zusingen? Wie viele? Wo stehen die Pausen? Wie heifsen solchePausen? — Erklärend sagen wir: »Mäfsig« bedeutet, dafs dasLied weder zu schnell, noch zu langsam gesungen werden soll;mf (mezzo forte) heifst''» halbstark«. Das Lied darf also nicht zulaut, ja nicht schreiend 1 ) und auch nicht zu leise gesungen werden.
Wieder zerlegen wir die Melodie in Abschnitte, und zwar dies-mal in fünf. Der Lehrer singt oder spielt (auf einer nach demNormal-« reingestimmten Geige mit vier Saiten!) sie schön vor undfordert sodann die Kinder zum Nachsingen auf.
MäOslg,
Der reichste Fürst.
Justinus Kerner.
i
mf
Volksweise.
i. seee:
*
£¥
Prei - send mit viel schö - nen Re
den
I
P»EE£
^ft
3=£
IL
*
±
X
ib. - rer Län - der Wert und Zahl
ib- rer
I
k=p
m
-ja
3fc
Län - der Wert und Zahl,
HL
IUI
?=£
;t
sa - fsen vie - le deut - sehe Für - sten
i
^e£
PEE =gBg
iv. m
x.
einst zu Worms im Kai - ser - saal
I
F3=
v.m
Zßrzr.
^
einst zu Worms
im Kai - ser
saal.
') Kein Schüler soll im Chor die anderen übertönen wollen. Mandarf aus dem Chore keine einzelnen Stimmen heraushören.Böhm, Praktische Unterrichtslehre. 4. Aufl. 23