§ 97. III. Methode.
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Seite ihres Nagelgliedes leicht die Hand. Sie ermöglichen, indemsie an allen Bewegungen beim Schreiben teilnehmen — das Auf-liegen des Kleinfingerrandes der Mittelhand und des Handgelenkesist durchaus verwerflich! —, zugleich eine leichte Fortbewegungder Hand und des Armes nach der rechten Seite. Vorderarm,Mittelhand und Zeigefinger liegen in einer Linie und sind beimSchreiben so in linksseitiger Drehung zu erhalten, dafs der Feder-halter, der den vorderen Teil der Mittelhand linksseitig berührt,auf die rechte Schulter zu gerichtet ist. — Die Fingerspitzen derlinken Hand belegen unten links die Schreibfläche und schiebensie im Bedarfsfalle nach oben.
Anmerkung. In engster Beziehung zur richtigen Körperhaltungsteht die richtige Heftlage und die Schriftrichtung, worüberübrigens die Ansichten der Sachverständigen geteilt sind (cf. § 98, c »Ge-schichte«)- Allgemein wird die Mittellage des Heftes gefordert, welchegleiche Schulterhöhe und gleichmäfsige Anstrengung der 'Gesichtsorganeermöglicht. Die Rechtslage der Schreibfläche ist also durchaus ver-werflich. Die Heftlage richtet sich immer nach dem rechten Arme, nieumgekehrt! Dagegen gestatten die einen linksschiefe Lage desvor der Körpermitte liegenden Heftes, falls Schrägschrift gefordert wird,was zur Zeit gewöhnlich der Fall ist. Dabei werden, da Zeile und Pult-rand einen Winkel von 30—40° bilden, die Grundstriche nahezu senkrechtgezogen. Die anderen, die Vertreter der Steilschriftlage, verlangen,dafs das Heft wagrecht liege, d. h. dafs der untere Heftrand mit derTischkante parallel laufe.
c) Ausreichende und zweckmäfsige Übungl JedeFertigkeit setzt zu ihrer Entstehung reichliche Übung, d. i.absichtliche Gewöhnung, voraus. Dabei werden neben denReihen von Sachvorstellungen auch zugleich Vorstellungsreihenvon Thätigkeits-Momenten wiederholt reproduziert. »Paralleleinher geht die Ausführung der Bewegungs-Impulse, so dafseine immer innigere Verbindung von Vorstellung und Thätig-keit zustande kommt und sich schliefslich die Thätigkeit mehroder weniger mechanisch einstellt. — Um das Schönschreibenzu diesem Grade zu steigern und dabei insbesondere die Schriftgefällig, fhefsend und gewandt zu gestalten, ist dem Schön-schreiben eine entsprechende Übungszeit — in Unterklassengewöhnlich 3, später 2 Wochenstunden — einzuräumen. Beisich erhöhender Bildungsstufe sollte sich der Schöuschreib-unterricht immer mehr selbst überflüssig machen. — Aulserder gewöhnlichen Übung des Schreibstoffes dienen zur Er-zielung der Kräftigkeit, Beweglichkeit und Freiheit von Finger,
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