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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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2. Der Unterricht in der Geschichte.

Wiedergabe des 1. Abschnittes.

Erläuterung: Was bewog Max zum Friedensschlüsse? Wasmulste er versprechen? Besonders wird hervorgehoben, dals Maxdas Versprechen gab, dem Gemahl Maria Theresias seine Stimmezu geben; hatte er doch selbst die besten Aussichten auf Erlangungder Kaiserkrone. Gründe. Er sollte auch die Kurfürsten von Kölnund der Rheinpfalz gewinnen. Wie kam Maria Theresia zu diesemAnsinnen ? Vermutungen. (Beide waren Witteisbacher und hättenlieber Max III. gewählt.)

Überschrift: 1. Friede mit Österreich.

Geläuterte Wiedergabe des 1. Abschnittes.

2. Abschnitt. Unterziel: Von Maximilians weiser Regierung.

Zunächst war er bemüht, die Schuldenlast zu vermindern undging hierin selbst mit dem besten Beispiele voran. Er beschränkteseinen Hofhalt, so dafs sein Leben dem eines Bürgers gleich war;ja, er wollte sogar in spanische Kriegsdienste treten, um demLande den Aufwand für den Hofstaat zu ersparen. Sein Ratgeberund Kanzler Kreittmayr hielt ihn zurück mit den Worten: »Bayerngeht nicht zu Grunde, solange noch ein Gott lebt!« Das Heerwurde bis auf 6000 Mann vermindert. Durch diese Mafsnahmenging es mit der Schuldentilgung rasch vorwärts. So konnte Maxseine Aufmerksamkeit auf die übrigen Staatseinrichtungen lenken.— Wiederholung, wobei im Bedürfnisfalle passende Fragen ein-geschaltet werden.

Das Volk war durch die vielen Kriege entsittlicht worden,Roheit und Aberglaube hatten überhand genommen, und zahlreicheVerbrechen wurden begangen. Diesem Zustande suchte Max einEnde zu machen durch Verbesserung der Rechtspflege; deshalbführte er neue Gesetzbücher ein', welche die Folter abschafften oderdoch beschränkten. Trotz ihrer Strenge minderten sich die Ver-brechen nicht; denn in den Kriegszeiten war das Volk grösstenteilsohne Religion und Unterricht aufgewachsen. — Wiederholung wieoben. Was wird nun Maximilian thun?

Maximilians nächste Sorge galt daher der Hebung der Volks-bildung. Die Volksschulen wurden neu eingerichtet und in 6 Klassengeteilt. Einführung des Schulzwanges. Professor Heinrich Braunarbeitete eine neue Schulordnung aus, welche auch das mittlereund höhere Schulwesen regelte. Gelehrte Männer verbanden sichzu einem Vereine, der sich Förderung der Wissenschaft und Be-kämpfung der Unwissenheit und des Aberglaubens zur Aufgabestellte. Diesen Gelehrtenverein bestätigte Max III. und verlieh ihm