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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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§ 87. III. Methoden des Geschichtsunterrichtes.

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Lehrprobe. 1 )

Max III., der Gute (17451777).

Unterrichtsstufe: 6. und 7. Schuljahr.

Voraussetzung: Die Schüler sind imstande, ein schichtes Lebens-bild Max Emanuels und Karl Albrechts zu entwerfen.

Ziel: Von dem Sohne und Nachfolger Karl Albrechts.I. Anschauen, a) Vorbereitung. Gib einiges über KarlAlbrecht, über Max Emanuel an! Wiedergabe in knapper Form.Worin gleichen sich beide Kurfürsten? Besonders hervorzuheben:Max Emanuel wollte Spanien, Karl Albrecht Österreich erwerben.Ob diese Bestrebungen auch zum Nutzen Bayerns waren? (Bayernwurde in zwei Kriege verwickelt.) Polgen dieser Kriege. (VieleTausende von bayerischen Landeskindern kamen um ihr Leben;die Staatskassen wurden geleert; die Schuldenlast wuchs; das ganzeLand war mehrmals von den Österreichern besetzt worden. Un-erschwingliche Lasten, 47fache Steuern. In einem Jahre alleinwurden aus dem durch Einquartierungen ohnehin ausgesaugtenLande 7 Millionen Gulden Steuern herausgeprefst. Ackerbau, Handelund Gewerbe lagen darnieder; überall Armut, Elend und Not.)

Zusammenfassung: Die Kriege in der ersten Hälfte des 18. Jahr-hunderts brachten über Bayern viel Unglück und Verderben; Bürgerund Bauern waren verarmt, die Staatskassen leer, dafür die Landes-schulden bedenklich angewachsen.

In diesem Zustande befand sich das Land, als Max III. dieRegierung antrat. Was wird wohl das Bayernvolk von seinemneuen Kurfürsten erhofft haben? (Dafs er dem Volke aufhelfe).

b) Darbietung. a) Das Neue.

1. Abschnitt. Unterziel: Wie Max III. mit Österreich Friedenschliefst. ,

Max war beim Tode seines Vaters erst 17 Jahre alt; er hattedas Elend miterlebt, welches das Streben nach der Kaiserkroneüber Bayern gebracht. Deshalb versöhnte er sich mit Österreichdurch den Frieden zu Füssen. (Karte.) Er bekam sein Land un-geschmälert, aber greulich verwüstet zurück, entsagte allen An-sprüchen auf Österreich und versprach, bei der nächsten Kaiserwahldem Gemahle Maria Theresias seine Stimme zu geben und dieKurfürsten von Köln und der Pfalz hiefür zu gewinnen.

') Von Seminarschullehrer Keitinger in Freisinn