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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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2. Der Unterricht in der Geschichte.

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abschnittweisen Erzählung folgt dann eine auf den Gedanken-inhalt eingehende Unterredung mit Wiedergabe seitens derSchüler. In dieser Weise wird jeder weitere Lektionsabschnittbehandelt; den Schlufs bildet die Gesamtwiedergabe, meistim Anschlufs an die während des Unterrichtes erarbeitete undan der Wandtafel fixierte Disposition.

b) In zahlreichen Fällen kann sich der Lehrer auch derentwickelnd-darstellenden Form bedienen; einzelneMethodiker nehmen diese Art der Darbietung auch für denGeschichtsunterricht als die erste und Normalform in Anspruch;jedenfalls ist die darstellende Form die frischeste und geist-vollste Art der Vermittlung des Geschichtsstoffes.

c) Der Geschichtsstoff wird in der Form von quellen-mäfsigen, der Form nach mustergültigen, klassischenTexten dargeboten und unter Anwendung des darstellendenUnterrichtes ergänzt und erweitert. Es ist das die bei den Ver-tretern der Herbartischen Schule zumeist beliebte Art der Ver-mittlung.

§ 87.III. Methoden des Geschichtsunterrichtes.

Es lassen sich auf dem Gebiete des Geschichtsunterrichtesfolgende Methoden unterscheiden:

1. bezüglich der Darstellungsform die biographi-sche und die pragmatische;

2. bezüglich der chronologischen Anordnung desStoffes die chronologisch-progressive (vorwärts-schreitende), die synchronistische und die chro-nologisch-regressive (rückwärtsschreitende) Me-thode;

3. bezüglich der Zusammenstellung des Stoffes diegruppierende und die komparative Methode;

4. bezüglich der Verbindung mit anderen Lehrfächerndie anlehnende (kombinierende) Methode.

1. Die biographische Methode gibt keine zusammen-hängende Geschichte, sondern Geschichten aus der Ge-schichte. Sie schildert hauptsächlich sittlich-grofse Persön-lichkeiten, welche grofse Entwickelungen in der Weltgeschichte